[Rezension] Sandra Gernt: Nayidenmond

Donnerstag, 22. Dezember 2011 | Kommentieren
Sandra Gernt: Nayidenmond

220 Seiten | Taschenbuch | Dead Soft Verlag | Deutsch

Originalausgabe

Reihe: Einzelband

Erschienen: 01.06.2011

ISBN: 978-3934442757
Preis: 13,95 €

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Das Christkind

Montag, 5. Dezember 2011 | Kommentieren
Die Nacht war längst über die verschneite Landschaft hereingebrochen, als die kleine Marie Geräusche aus der Wohnstube hörte. Es war Heiligabend, die Lichter waren längst ausgeschalten und ihre Eltern schliefen mit Sicherheit.
Neugierig schlüpfte sie aus ihrem Bett und tapste auf nackten Sohlen zur Treppe im Flur. Von dort linste sie heimlich nach unten. Mit etwas Mühe konnte sie den Weihnachtsbaum entdecken, der seltsamerweise hell erleuchtet war. Goldene und rote Kugeln blitzten im Licht der weißen Kerzen. Goldenes Lametta und winzige Engelsfiguren schmückten den Baum ebenso wie ein mächtiger golden strahlender Stern auf der Spitze des Baumes. Doch das glitzernde Licht schien noch von einer anderen Quelle zu kommen, die sie nicht sehen konnte.
Mit wachsendem Interesse schlich Marie die Treppe hinab und blieb kurz am Fuße derselben stehen und lauschte. Ein seichtes Rascheln war zu hören, das wie Papier und Schleifenband klang. Ob ihre Eltern die Geschenke bereits unter den Baum legten? Wer sollte sonst zu so später Stunde in ihrem Haus sein? Lautlos huschte sie weiter, blickte verstohlen um die Ecke, erschrak und versteckte sich erneut hinter der Wand.
„Keine Angst, Marie. Komm nur zu mir“, erklang eine sanfte, melodische Stimme. Mit klopfendem Herzen kam sie hinter der Wand hervor und betrachtete die Frau vor ihr. Sie trug ein Kleid, ebenso golden wie ihr langes, lockiges Haar und auf ihrem Rücken schien sie riesige schneeweiße Flügel zu tragen.. Die ganze Gestalt dieser wunderschönen Frau schien ein gewisses warmes Licht abzustrahlen.
„Wer bist du?“, fragte Marie leise, fasziniert von dieser Erscheinung. Die Frau legte ein letztes Päckchen, dass sie in ihren Händen gehalten hatte, unter den Weihnachtsbaum und lächelte das kleine Mädchen an. „Ich bin das Christkind.“
„Das Christkind?“, fragte die Kleine verwundert. „Das gibt es doch gar nicht.“ Davon war sie überzeugt. Warum sollte Max, der immer alles ganz genau wusste, sonst behaupten, dass das Christkind nur eine Fantasie der Erwachsenen war?
„Sehe ich so aus, als würde es mich nicht geben?“, fragte die Frau lächelnd und beugte sich zu dem Kind hinab. „Weißt du, manchmal erzählen Menschen, dass es etwas nicht gibt, weil sie sich nicht vorstellen können, dass es die Wahrheit ist.“
„Vielleicht träume ich“, meinte Marie nachdenklich. Anders konnte sie es sich nicht erklären. Das hier konnte nicht wahr sein. Es gab doch keine Engel...
„Nun, vielleicht“, entgegnete das Christkind. „Vielleicht aber auch nicht. Öffne deine Hände.“ Marie nickte und zeigte ihr ihre Handflächen. Die Frau legte ihre Hände darüber und kurz darauf erschien eine goldene Kugel in Maries Handflächen, die sich langsam zu einer Schneekugel formte.
„Was ist das?“, fragte Marie neugierig.
„Ein ganz besonderes Geschenk. Siehst du die kleinen Engel darin?“ Marie nickte. Bewegten sich die kleinen Geschöpfe etwa? „Wenn du einmal Hilfe brauchst, kannst du dich jederzeit an sie wenden. Jeder Engel steht für eine Hilfe.“ Sie wandte sich langsam ab und das goldene Licht um sie herum wurde stärker. „Frohe Weihnachten, Marie.“ Sie verschwand in dem hellen Schein.

Als Marie am nächsten Morgen erwachte, wusste sie nicht, wie sie in ihr Bett gekommen war. Sie streckte sich gähnend, als ihr die Ereignisse der Nacht einfielen. Ein Traum? Ihr Blick wanderte zu dem kleinen Nachttischchen. Eine gold-weiße Schneekugel stand darauf mit kleinen lebendig wirkenden Engelsfiguren. Schneeflöckchen wirbelten in dem Glas umher und sie glaubte, eines der Engelchen winke ihr lächelnd zu.

Eine Weihnachtsgeschichte

Samstag, 3. Dezember 2011 | Kommentieren
Es ist Heiligabend. Gemeinsam mit ihrer Tochter sitzt sie im Wohnzimmer vor dem prächtig geschmückten Weihnachtsbaum. Kleine bunte Päckchen sind liebevoll darunter verteilt worden. Auf einem Tischchen steht ein Teller mit frischen, duftenden Keksen. Aus dem Radio dringt fröhliche Weihnachtsmusik. Der ganze Raum ist mit roten und weißen Kerzen erhellt, deren flackerndes Licht die beiden warm umfängt.
„Schatz, möchtest du nicht deine Geschenke aufmachen?“, fragt sie ihre kleine Tochter liebevoll.
Entschlossen schüttelt sie den Kopf. „Nein. Ich will noch auf Papa warten.“
Die Mutter seufzt leicht. Sie versucht nicht noch einmal, ihre Tochter zu überzeugen. Es bringt nichts. Die Kleine ist ein Dickkopf. Genau wie ihr Vater. Sie schaut aus dem Fenster. Draußen ist es dunkel. Auf der verregneten Straße spiegeln sich die Lichter aus hunderten Fenstern.
Das Telefon klingelt. Sie steht auf, nimmt den Hörer ab. Ihre Mutter. „Liebes, wir wünschen euch schöne Weihnachten. Möchtet ihr nicht doch lieber zu uns kommen? Ihr müsst doch nicht allein feiern.“
„Nein, danke. Es ist besser so.“
„Bist du dir sicher?“ Ihre Mutter versteht es nicht. Niemand versteht es.
„Ja, Mutter. Feiert ihr schön. Wir haben es uns hier gemütlich gemacht.“
„Na gut. Ihr könnt jederzeit vorbeikommen, wenn ihr wollt.“
„Danke, Mutter. Ich weiß.“ Sie legt den Hörer auf, geht zurück ins Wohnzimmer. Ihre kleine Tochter steht am Fenster. Lächelt. Wie lange ist es nun her, dass sie nicht mehr gelächelt hat? Es scheint ein kleines Weihnachtswunder. Fröhlich dreht sich das Mädchen zu ihr um. „Schau mal, Mama!“, ruft sie und deutet mit einem ihrer kleinen Finger hinaus in die Nacht.
Sie läuft langsam zu ihrer Tochter. Sieht hinaus. Kleine weiße Flocken tanzen durch die Dunkelheit und decken die abgestorbenen Pflanzen zu. Der Regen hat endlich nachgelassen.
„Ist Papa jetzt bei den Engeln?“
Sie nickt mit feuchten Augen. „Ja. Papa wünscht dir frohe Weihnachten.“

Totenbuch

Sonntag, 13. November 2011 | Kommentieren
Hi, Leute!
Ich hatte gerade mal wieder eine neue Idee für eine etwas längere Geschichte. Allerdings würde mich, bevor ich zu schreiben beginne, mal interessieren ob
a) es eine Geschichte/ ein Buch mit einer ähnlichen Ideen bereits gibt? (mir fällt momentan keines ein)
und b) ob diese Idee überhaupt ankommt.



Aber erst einmal zu der eigentlichen Idee

Die Geschichte springt zu Anfang zwischen vier unterschiedlichen Perspektiven. Da wären zunächst einmal ein Auftragskiller und ein junger Prostituierter, die beide ihr Leben satt haben, ihm allerdings aufgrund von Schulden, Verpflichtungen und einem Kodex nicht entfliehen können.
Auf der anderen Seite sind ein junger Adliger und der Sohn eines Kaufmanns. Beide träumen davon, sich selbst verwirklichen zu können und nicht das machen zu müssen, was für sie vorherbestimmt ist, doch zeitgleich wissen sie, dass es ihnen kaum besser gehen kann und da sie nur das Leben aus ihrer bescheidenen Sicht kennen, haben sie Angst, sich in die Weiten der Welt hinauszuwagen.
Durch mysteriöse Vorkommnisse gelangen die Vier zu Seiten eines uralten Buchs, dass allgemein nur das "Totenbuch" genannt wird. Es heißt, wer es in seinen Händen hält, ist Gebieter über den Tod und die Ewigkeit. Weiter heißt es jedoch, dass das Buch eine Art eigenen Willen besitzt und es seinem Besitzer diesen Willen aufzwingt und ihn zu einer leblosen Hülle macht.
Das Buch, das vor Jahrhunderten in den falschen Händen weite Landstriche in menschenleere Gebiete verwandelt hat, sollte eigentlich zerstört worden sein. Wie also kann es möglich sein, dass einzelne Seiten wieder auftauchen?
Binnen weniger Nächte werden ganze Landstriche ausgerottet. Sogenannte Schatten sollen den Menschen den Tod gebracht haben. Sich häufende Hinweise erwecken den Eindruck, dass aus einigen Seiten des Totenbuchs diese Schatten entstanden sind.
Die vier gegensätzlichen Protagonisten sind gezwungen, ein Team zu bilden (ab diesem Punkt herrscht eine allgemeine Erzählperspektive vor und nur noch manchmal wird aus der Perspektive eines Protagonisten geschrieben) und sich gemeinsam auf die Suche nach einem Weg zu machen, das Buch und die Schatten endgültig zu zerstören. Dabei ecken sie nicht nur aufgrund ihrer verschiedenen Persönlichkeiten immer wieder aneinander, denn zeitgleich möchte jeder insgeheim das Totenbuch für sich allein, um einen eigenen Vorteil daraus ziehen zu können.

Ein Bild von Afrika

Freitag, 21. Oktober 2011 | Kommentieren
Ich hab für einen neuen Nachbarn mal als Einzugsgeschenk ein Leinwand-Bild mit Acrylfarben gemalt.
Ich finde es richtig gut ^^
Und ihr?

Zeit

Mittwoch, 19. Oktober 2011 | Kommentieren
Eine Sekunde, zwei Minuten, drei Stunden. Kurze Zeit. Glaubt ihr? Aus etwas kleinem wird schnell etwas großes.
Eine Minute, zwei Stunden, drei Tage. Die Zeit vergeht, steht niemals still. Augenblicke sind das schönste im Leben, man kann sie niemals zurückholen.
Eine Stunde, zwei Tage, drei Wochen. In ihnen kann viel passieren. Lerne, selbst kurze Zeiten zu leben und spüre Feuerwerke der Gefühle.
Ein Tag, zwei Wochen, drei Monate. Manches kommt, anderes geht. Die Zeit kommt und geht. Nichts bleibt, alles ist vergänglich.
Eine Woche, zwei Monate, drei Jahre. Was bleibt? Was ändert sich? Was ist heute? Was wird morgen sein? Ungewissheit, die nur die Zukunft vertreiben kann.
Ein Monat, zwei Jahre, drei Jahrzehnte. Ein halbes Jahrhundert, ein halbes Leben. Viele Erlebnisse, positive und negative.
Ein Jahr, zwei Jahrzehnte, drei Jahrhunderte. Ein Mensch wird geboren; betritt die Welt. Verlässt sie wieder. Der Zyklus des Lebens. Fang an zu leben, die Zeit läuft!
Ein Jahrzehnt, zwei Jahrhunderte, drei Jahrtausende. Die Welt verändert sich; eines ist da, das andere verschwindet. Eben noch Licht, dann plötzlich Schatten.
Zeit war Vergangenheit, ist Gegenwart, wird Zukunft. Zeit ist unsterblich. Wir nicht. Wer die Zeit nicht nutzt, verwirft sein Leben. Lebe! Vergiss deine Furcht, verwirkliche deine Träume. Deine Zeit läuft nur einmal.

Nächtlicher Blick auf das Meer

Samstag, 24. September 2011 | Kommentieren
Ich hab mal wieder etwas mit Farben herumgespielt. Herausgekommen ist ein Pastellkreide-Bild auf schwarzem Scherenschnittpapier. Wie ihr selbst sehen könnt, zeigt es im Hintergrund das Meer und ein Kreuzfahrtschiff in einer nahezu vollkommen klaren Vollmondnacht. Im Vordergrund seht ihr einige Büsche auf einer Klippe.

Wie findet ihr das Bild?

Einfach mal weiterdenken...

Dienstag, 9. August 2011 | Kommentieren
Ich hab mir mal ein Bild aus einer Zeitung genommen und das ein Stückchen weitergemalt.


Ich finde es wirklich gut ^^
Was sagt ihr dazu?