Seelenspalt - Das Fremde in mir

Samstag, 17. März 2012 | Kommentieren
Diese Geschichte ist jetzt schon ein kleines bisschen älter-
Ich habe sie damals als Wettbewerbsbeitrag zum Thema "Seelenspalt" geschrieben. Die Geschichte wurde zwar nicht genommen, aber mit gefällt sie noch immer und ich sehe keinen Grund dafür, sie euch vorzuenthalten.

Meine Schritte hallten dumpf wider, während ich rasch die modrigen Kellerstufen hinabstieg. Ein brennendes Verlangen beherrschte meine Wahrnehmung, vernebelte jegliche detaillierte Eindrücke. Mein Hals schmerzte, jagte scharfe Blitze durch meine Adern und ließ meinen Körper vor gieriger Erwartung erzittern. Förmlich konnte ich den blutigen Genuss auf meiner Zunge schmecken, den metallischen Geruch wahrnehmen, den bebenden Körper unter meinen feinfühligen Fingerspitzen spüren. Zu lange hatte ich abstinent leben müssen. Zu lange war ich gezwungen gewesen, auf den einzigartigen Lebenssaft zu verzichten. Mein Körper verzehrte sich geradezu nach diesem besonderen Wein der Sterblichen. Ein Gefühl, wie ich es seit langem nicht mehr empfunden hatte. Ein Drang, in dessen unvergleichlichen Genuss ich zu selten kommen durfte.
Heftig stieß ich die hölzerne Tür auf – sie knallte gegen die Wand und schlingerte kurz in den Angeln. Sofort fiel mein Blick auf den jungen Mann in der dunklen Ecke. Hunderte Wahrnehmungen erstürmten meine Sinne, doch trotz ihrer Geschwindigkeit nahm ich jede einzelne intensiv war. Die angespannte Haltung meines menschlichen Gefangenen. Das Zittern, welches sich über seinen schlanken Körper wand. Die feinen blauen Schattierungen auf seiner leicht gebräunten Haut. Der ganze Raum war erfüllt von dem unnachahmlichen Duft panischer Angst und Verzweiflung. Feucht glitzerten seine Augen. Sollte er weinen, wenn er unbedingt wollte; jede einzelne Träne schürte die Freude und das Verlangen in mir.
Langsamen Schrittes näherte ich mich ihm wie der Jäger sich seiner in die Enge getriebenen Beute. Sein Blick irrte haltlos durch den Raum, suchte einen Weg zu entkommen. Immer wieder sah er mich bittend, gar flehend an, doch sein stummer Hilfeschrei würde nicht gehört werden. Nicht hier. Nicht in meinem Reich, in dem nur ich als absoluter Herrscher regierte.
Elegant ließ ich mich in die Hocke gleiten, lächelte ihn Gefahr verheißend an. Der junge Mann wimmerte, drückte sich noch dichter an die modrige Wand. Ob er wusste, wer ich war, konnte ich nur erahnen, doch seine Reaktionen sprachen ihre eigene Sprache.
"Hast du Angst,kleiner Mensch?“, verhöhnte ich ihn.
"Bitte, lassen Sie mich gehen“, flehte er. Seine Stimme schien höher als gewöhnlich. Vermutlich schnürte ihm die Panik die Kehle zu.
"Lass mich kurz überlegen...“, entgegnete ich gespielt sanft und ließ die Zungenspitze über meine entblößten Eckzähne tanzen. „...nein.“ Unnachgiebig und hart spie ich ihm das Wort entgegen. Er sank in sich zusammen, versteckte sein Gesicht in den Händen. Ich genoss es, mit ihm zu spielen. Angst süßte das Blut erheblich und ich hatte schon immer eine Schwäche für Zuckerhaltiges besessen.
Der schnelle Tod hatte mich noch nie ernsthaft gereizt. Er war zu schmerzlos. Zu plötzlich und überraschend. Ich wollte, dass meine Opfer gezwungen waren, sich mit ihrem eigenen Ableben zu beschäftigen. Sie sollten leiden. In der panischen Angst schier vergehen.
Sein verängstigter Blick aus nassen Augen suchte erneut den meinen. Er war hilflos. Wie ein kleiner Junge, dem man seine Eltern genommen hatte. Ein Kind, das den Schutz eines Älteren, Stärkeren ersehnte. Ein Engel, gefangen in den brennenden Kerkern der Hölle. Mit gebrochenen Flügeln und doch noch immer von Sünden reiner Seele. Verborgen in einer Finsternis, in der die gerechten Mächte Gottes ihn nicht mehr erreichen konnten.
Vorsichtig streckte ich eine Hand nach ihm aus, strich beinahe zärtlich über seine Haare. Er erschauderte, begann noch stärker zu zittern. Ein ehrliches Lächeln schlich sich in mein Gesicht. Warum konnte ich ihn nicht einfach gehen lassen? Was sprach dagegen? Er wusste nicht, wo er war, und ich kannte Methoden dies beizubehalten. Zudem würde ich sicher einen Weg finden ihn davon zu überzeugen, nichts von dem hier Geschehenen preiszugeben. Blut konnte ich auch später von einer anderen Person bekommen. Ich war so lange abstinent gewesen, dass wenige Stunden keinen Unterschied mehr brachten.
Er hob seinen Kopf ein wenig und ich nutzte die Chance, meine Hand über seine Wange zum Hals gleiten zu lassen. Er konnte kaum achtzehn Jahre alt sein. Warum sollte ich einem so jungen Menschen das Leben nehmen? Es gab genügend andere Menschen, die den Tod weitaus mehr verdient hatten. Einer von denen war ein weitaus besseres Opfer als dieser unschuldige junge Mann. Welchen Grund besaß ich, ihn ermorden zu wollen? Meinen Körper verlangte es nach frischem Blut. Wer sagte mir, dass es sein Blut sein musste? Er war kein Auserwählter. Kein Mensch, dessen Schicksal es ihm vorschrieb, von einem Unsterblichen getötet zu werden. Meine Fingerspitzen strichen über die pulsierende Ader an seinem Hals. Ich spürte deutlich das schnelle Rauschen des roten Lebenssaftes. Hörte sein Herz hart gegen die Brust schlagen. Nur ein einziger Tropfen dieses einmaligen Weins. Nur ein winziger Schluck. Mehr verlangte ich gar nicht. Der zurückkehrende Durst löste ein feuriges Brennen in mir aus. Ich wollte ihn. Wollte sein Blut. Hier und jetzt.
Das sanfte Streicheln wurde zusehends gröber, bis ich begann, über seine zarte Haut zu kratzen. Sie errötete zuerst, ehe sie langsam zu bluten begann. Ein feiner roter Film legte sich auf meine Fingerkuppen, ließ meine Haut wohlig erschaudern. Ich lächelte sadistisch. Ließ meine scharfen Zähne erneut im Dämmerlicht aufblitzen. Ein feiner metallischer Geruch breitete sich im Raum aus. Wohlig seufzend sog ich ihn tief ein. Wie lange hatte ich darauf verzichten müssen?
"Bitte nicht“, flüsterte er leise. Seine Stimme klang von Tränen erstickt. „Lassen Sie mich gehen. Bitte. Ich tue alles, was Sie wollen.“
Ich lachte dunkel. 'Der Kleine ist wirklich niedlich', meinte eine sarkastische Stimme in meinem Kopf. Und wie Recht sie hatte. Wer glaubte er zu sein, sich mir entziehen zu dürfen? Er war ein Niemand. Ein Nichts. Kein einziger minderwertiger Mensch durfte auch nur annähernd darüber entscheiden, wen ich tötete und wen nicht. Diese Entscheidung oblag nur mir allein. Und ich wollte ihn. Ich wollte seine Schreie hören, während ich sein Blut trank. Wollte sein Zittern fühlen, während langsam die Kraft aus seinem Körper schwand. Wollte seine stummen Tränen sehen, während ihm immer klarer wurde, dass er starb. Er sollte leiden. Wenn es ein Leben nach dem Tod gab, sollte er sich an sein Ableben erinnern. Für immer. Nie wieder sollte er es vergessen können. Es sollte sich in seinen armseligen Verstand einbrennen und mit keinem Medikament, mit keinem Zauber der Welt wieder geheilt werden können. Für immer gezeichnet vom Boten des Todes. Von seinem ganz persönlichen Todesengel.
Mit eiserner Hand umschloss ich sein schmales Kinn. Der Knochen knackte leicht, doch er brach nicht. Selbst wenn er zersplittert wäre, es hätte mich keineswegs interessiert. Der junge Mann war einer unter vielen. Nichts Besonderes. Umso mehr er litt, umso größer wurde mein Spaß.
"Bitte, hören Sie auf. Sie tun mir weh“, jammerte er, was mich nur erneut zum Lachen brachte. Belustigt drückte ich seinen Kopf zur Seite, sodass sich mir sein Hals schutzlos präsentierte. Hauchzart strich ich über die blutige Haut, ehe ich erneut meine Krallen hineinschlug und weitere Rinnen hinterließ, die den roten Lebenssaft aus dem sterblichen Körper leiteten. Bevor auch nur ein einziger Tropfen verschwendet werden konnte, beugte ich mich nach vorn und fuhr mit der Zungenspitze die Kratzer entlang. Er bäumte sich auf, versuchte sich mir zu entziehen. Zwecklos. Ich war überrascht, dass er noch immer nicht verstanden hatte, dass ich stärker war als er. Oder war das sein letzter Funken Hoffnung, der als Kämpfer der Höhle des Löwen zu entfliehen versuchte?
Sein Blut war betörend, vernebelte meine Sinne. Meine Sicht verschwamm etwas und der frische Lebenssaft brachte das alte Blut in meinem Körper zum Rauschen und ließ mein gefrorenes Herz erneut erklingen. Ich spürte jede einzelne Ader gierig pulsieren. Noch einmal leckte ich über die blutige Haut, ehe ich meine Zähne entschlossen in das zarte Fleisch schlug. Der junge Mann schrie auf, versuchte nach mir zu treten und zu schlagen. Ein gezielter Hieb in den Magen ließ ihn jedoch rasch verstummen.
Ich trank in schnellen, unersättlichen Schlucken; spürte den jungen Körper immer schwächer werden. Meine Kraft dagegen wuchs. Dieser menschliche Wein stärkte mich nicht nur, er schärfte auch erneut meine Sinne. Wie hatte ich solch eine lange Zeit darauf verzichten können? Warum hatte ich freiwillig in diesem Zustand abgestumpfter Wahrnehmungen verbracht? Dabei hätte ich jederzeit so viel Blut haben können, wie ich gewollt hätte. Das Leben dieser einfältigen Menschen war begrenzt. Was sprach dagegen, es nicht ein wenig schneller zu beenden? Die Antwort war einfach: Nichts. Ich konnte jeden Sterblichen töten, wenn ich wollte. Früher oder später würde er von selbst sterben. Warum solange warten und das wertvolle Blut verschwenden?
Als der junge Mann entkräftet gegen mich sank, löste ich mich kurz von ihm. Ich drückte ihn zurück gegen die Wand, betrachtete ihn, seine verweinten halb geschlossenen Augen, die erblasste Haut. Der Kleine war dem Tod geweiht. Niemand konnte ihm jetzt mehr helfen. Obwohl...
"Willst du leben oder sterben?“, fragte ich ihn lächelnd, mir im Klaren, dass er kaum noch genügend Energie besaß um zu antworten.
"Leben“, flüsterte er wie erwartet mit rauer, brüchiger Stimme. Ich strich ihm leicht über die kühle Wange. Wie er wohl in meine ewige Gesellschaft passen würde? Würde es ihm gefallen? Würde er sich wohlfühlen? Ob er sie als seine Heimat anerkennen könnte? Es fehlte nur ein winziger giftiger Funke, um ihm ein neues Leben zu schenken. Es lag in meiner Hand, ob er leben oder sterben sollte. Ich konnte sowohl Gott und Schöpfer, als auch Teufel und Todesengel sein.
So viele Morde konnte ich bereits verzeichnen. Warum sollte ich meinen blutigen Pfad weiterführen? Es war so leicht, ihn zu unterbrechen und diesem jungen Menschen eine neue Existenz zu schenken. Ich verabscheute meine bestialische Natur. Wurde es nicht langsam Zeit, meinem Verstand und nicht meinem Instinkt zu folgen?
Ich leckte mir über meine noch immer leicht mit Blut beschmierten Lippen. Warum sollte ich diese Köstlichkeit verschwenden? Noch dazu für jemanden, den ich weder liebte, noch wegen etwas anderem nicht gehen lassen konnte? Für jemanden, der mich nicht einmal ausdrücklich darum gebeten hatte? Wie kam ich überhaupt auf die Idee, ihn verwandeln zu können? Der Kleine hatte keinerlei Bedeutung für mich. Ich nahm ihm sein Blut, um meinen Durst zu stillen. Zu mehr war er kaum brauchbar. Warum sollte ich ihn verschonen? Wann war ich so schwach geworden, auch nur annähernd daran zu denken? Zudem gefiel mir die Rolle des Todesengels. Schwarz, kalt, mächtig. Eine Verkörperung des reinen Bösen, wie ich sie liebte.
Noch einmal beugte ich mich zu meinem wehrlosen Opfer, strich mit der Fingerspitze eine Träne von seiner kälter werdenden Wange.
"Du stirbst nicht umsonst. Dein wertloses Leben hat noch eine Bedeutung gefunden. Darüber solltest du dich eigentlich freuen“, flüsterte ich ihm ins Ohr. Ich spürte den leichten Widerstand in seinen minimal zuckenden Muskeln. 'Pech gehabt, Kleiner. Das Gesetz der Natur sieht vor, dass der Schwächere stirbt. Und das bist hier ganz klar du.' Wieder vergrub ich meine Fänge in seinem schlanken Hals. Er zitterte nur noch, hatte keine Kraft mehr, auch nur einen Ton von sich zu geben. Ich scherte mich nicht darum. Es war mir egal, wie er sich fühlte. Sollte er nur leiden. Angst haben. Mit jedem Schluck genoss ich die besondere Süße des Blutes, die deutlich von Furcht sprach.
Ich spürte, wie er immer schwächer wurde. Seine Haut kühlte merklich ab und jegliche Fasern seines Körpers verloren nach und nach ihre Spannung. Ein letztes Mal spürte ich die Muskeln unter der Hand, die ihn gegen die Wand presste, zucken, bevor sein Herz zu stottern begann und schließlich der sanfte Klang endgültig erstarb. Der Kopf des jungen Mannes sackte nach vorn und während ich mich erhob und einen Schritt zurücktrat, kippte er endgültig auf den feuchten Boden. Seine Augen waren geschlossen. Seine Haut besaß noch immer einen leicht feuchten Glanz. Als würde er schlafen... Warum hatte ich ihn nicht verwandelt, als ich die Möglichkeit dazu besessen hatte? Ich hasste es, dieser Todesengel, dieses Monster zu sein. Warum konnte ich nicht wieder der harmlose Junge von früher werden? Warum hatte sich alles so stark verändert?
Langsamen Schrittes verließ ich den kleinen Kellerraum. Die Tür glitt quietschend hinter mir ins Schloss. Meine Schritte waren nahezu lautlos, während ich in einem abwesenden Zustand die Treppe hinaufstieg. Ich hatte ihn getötet. Einen harmlosen jungen Menschen, der sein Leben noch vor sich gehabt hatte. Warum musste ich immer töten? Warum sehnte sich mein Körper so sehr nach dem Blut der Sterblichen? Warum konnte ich nicht selbst wieder einer von ihnen sein? Meine Schritte wurden schleppend, als ich hinaus in die kühle Nacht trat. Ich sog die frische Luft ein und suchte vergeblich den Mond am Himmel. Nur vereinzelt blitzten ein paar kleine Sterne auf. Eine sanfte Brise wehte durch meine kurzen Haare. Auf der anderen Straßenseite taumelte laut lachend und erzählend eine Gruppe Jugendlicher vorbei. Ich beobachtete sie. Mein Blick folgte jeder ihrer Bewegungen. Er könnte jetzt einer von ihnen sein. Er könnte ein unbeschwertes Leben führen. Er könnte. Eine einzige Begegnung hatte sein Leben zerstört. Nun lag er unten in einem kleinen Kellerzimmer. Vielleicht würde er bald gefunden und begraben werden. Vielleicht würde auch der feuchte, unterirdische Raum sein Grab werden. Wer wusste das schon? Vielleicht würde ich der Polizei einen anonymen Hinweis zukommen lassen. Hatte der Kleine nicht ein Recht auf einen angenehmen Ort der ewigen Ruhe? Sollte er nicht wenigstens im Tod Frieden finden können?
Ich wischte mir, einem Instinkt folgend, über die Augen, auch wenn ich mittlerweile nur allzu gut wusste, dass ich nicht weinen konnte. Vermutlich hätte ich es sonst getan. Ich verstand mich nicht. Weder meine Handlungen, noch meine Gedanken oder Gefühle. Ich war mir selbst fremd, seitdem mein Leben sich gewandelt hatte. Möglicherweise konnte ich loslassen und einfach vergessen, was mich noch an die sterbliche Welt band. Doch ich wollte nicht vergessen. Ich wollte wissen und mich erinnern. Auch wenn das hieß, den Tod eines Menschen zu genießen wie zu bereuen.
Ich seufzte und setzte meinen Weg in die dunkle Nacht fort. Weg von diesem Haus. Ich floh vor dem Tod, obwohl ich selbst sein Bote war. Ich floh vor meinem Meister. Meiner Berufung. Vielleicht würde sich nächste Nacht alles wiederholen. Vielleicht fand alles sein Ende. Die Wahrheit kannte nur die Zeit. Meine Füße trugen mich durch das ruhige Wohngebiet. Hinter jeder Tür, hinter jedem Fenster ein potenzielles Opfer. Erneut aufkeimend spürte ich das mir viel zu bekannte Brennen im Hals. Ich hatte Durst. Wollte mehr. Wieder schloss sich der Kreislauf – für mein Empfinden viel zu schnell. Wieder verließ ich diesen hellen Weg, um in der Dunkelheit meiner persönlichen Hölle Nahrung zu finden. Ich wusste, wer mich dort erwarten würde. Der finstere Todesengel, der mich seit dem letzten Tag meines sterblichen Lebens begleitete. Der ein Teil von mir war. Ich hasste ihn ebenso sehr, wie ich wusste, dass ich ohne ihn verhungern würde. Und ich wollte nicht sterben. So absurd es auch sein mochte, ich fürchtete den Tod. Zumindest meinen eigenen.
Intuitiv schritt ich die Einfahrt eines kleinen Hauses hinauf. Ohne diese minderwertigen Menschen würde es jemand anderen geben, von dem ich mich nähren konnte. Doch bis dahin musste ihre mickrige Existenz einen Sinn bekommen. Ich blickte durch das erste Fenster auf meinem Weg. Der Fernseher lief. Eine junge Frau war auf der Couch eingeschlafen. Ohne große Kraftanstrengung und erst recht ohne Lärm drückte ich das Fenster aus dem spröden Rahmen. Diese Nacht würde blutig werden. Blutig gezeichnet, wie es mein Körper seit Jahrhunderten war.