Der Zirkel - Erste Leseprobe

Mittwoch, 23. Mai 2012 | Kommentieren
Hey Leute!
Kleine Vorankündigung bevor ich zum eigentlichen Thema dieses Posts komme: Vor kurzem hab ich die Verlage Rowohlt, Arena und Carlsen angeschrieben, ob sie mir ein Rezensionsexemplar zukommen lassen würden. Ich hab nicht wirklich mit einer Rückmeldung gerechnet und dann das: Gestern hatte ich eine Mail vom Rowohlt-Verlag, dass ich ihnen doch bitte meine Adresse schicken soll. D.h bald gibt es das erste Rezensionsexemplar. Ich schreib euch natürlich, sobald es angekommen ist. Dann lüfte ich auch das Geheimnis um den Titel. <3

Und nun kommen wir zum eigentlichen Thema.

Vor drei Jahren, 2009, hatte ich einen Traum. Einen Traum von einer Parallelwelt voller Magie. Doch auch dort war es, wie in unserer heutigen Welt, nicht friedlich. Ein herrschsüchtiger, grausamer Magier hatte die Macht an sich gerissen und regierte seit Jahren mit Brutalität, Gewalt und Willkür.
Als Zoey sich mal wieder in die kleine Stadtbibliothek verirrt, ahnt sie noch nicht, dass dieser eigentlich Bedeutungslose Gang riesige Veränderungen mit sich führen wird. Denn in der Bibliothek öffnet sich ein Tor. Ein Tor ins Reich der Magie. Nach Merindar.

(spontan verfasste Mini-Inhaltsangabe)

Nun habe ich in den Ferien jetzt einiges an Zeit. Deswegen dachte ich mir: Hol doch die Geschichte einfach mal wieder heraus. Gesagt, getan. Jetzt sitze ich gerade wieder davor und komme endlich voran. Die letzten Jahre war ich immer der Meinung, ich könne meine tabellenförmig angelegten Ideen (immerhin 22 Seiten, Schriftgröße 10 ^^) schreibtechnisch noch nicht gebührend umsetzen. Das hat sich jetzt geändert. Es flutscht einfach. Daher werde ich mit etwas Glück heute auch noch das erste Kapitel vollenden. 
Und nun kommt ihr ins Spiel. Ich werde im Folgenden eine kleine Leseprobe des ersten Kapitels reinstellen. Es würde mich freuen, wenn ihr mir einfach mal spontan eure Meinung kundtut. Wäre interessant zu wissen, was ihr so darüber denkt :)
Und damit genug herumgelabert. Hier die Leseprobe.



Kapitel 1 - Zwischen den Welten

Sie durchstreifte die leeren Straßen. Es regnete in Strömen. Ihre Füße trugen sie weiter den nassen Asphalt entlang. Ihre Jacke war durchweicht, ihre Haut feucht und kalt. Sie liebte Regen. Die kleinen Tropfen verfingen sich in ihren lkaramellfarbenen Haaren; schimmerten wie winzige Kristalle, auch wenn die Sonne weit hinter den mächtigen, grauen Wolkentürmen verborgen war. Einige Leute hasteten mit Schirmen bewaffnet durch den Regen. Versuchten, so trocken wie möglich zu bleiben. Verständnislos schüttelte sie den Kopf. Regen war ein Geschenk des Himmels. Lebensnotwendig. Warum so viele dennoch vor ihm flüchteten, konnte sie sich nicht erklären. Die Sachen würden wieder trocknen – alles wäre irgendwann nicht mehr durchnässt. War es nicht besser, den Regen zu genießen? Oder war diesen Menschen eine lebensfeindliche Dürre lieber?
Sturm kam auf. Kalter, schneidender Wind trieb ihr die Tränen in die Augen und ließ sie leicht zittern. Er peitschte ihr die nassen Haare ins Gesicht, die ihr immer wieder die Sicht versperrten. Sie wischte sie beiseite. Wasser wurde aus den Pfützen aufgewirbelt und spritzte nach allen Seiten; befleckte die einst sauberen Schaufenster und Hauswände mit dem Schmutz der Straßen.
Sie blieb vor einer gläsernen Tür stehen und betrachtete einige Momente die ausgeblichenen schwarzen Buchstaben auf der Scheibe. „Stadtbibliothek“. Sie schob die Tür auf. Ein kleines, silbernes Glöckchen klingelte über ihr und erfüllte den Raum mit einem hellen, freundlichen Klang. Die Tür fiel hinter ihr ins Schloss und erneut hallte das Glöckchenläuten zwischen den unzähligen Regalen wider. Sie schob sich die nassen Haarsträhnen hinter die Ohren und sah sich in dem bedrückend stillen Raum um. Meterhoch waren Bücher aufgetürmt – alte wie neue. Sie liebte diesen Ort; diese Verbindung aus Vergangenheit und Gegenwart. Während der ausgetretene Holzboden Erinnerungen an frühere Zeiten hervorrufen konnte, lockten die neusten literarischen Werke mit aktuellen Begebenheiten und frischer Fantasie. Sie atmete tief ein, sog den vertrauten Geruch nach altem Papier und Holz auf. Hierher zog sie sich oft zurück. In die Ruhe der Worte und Buchstaben.
„Guten Tag, kann ich Ihnen irgendwie behilflich sein?“ Ein grauhaarige Mann schob sich zwischen einigen Regalen hervor und musterte die Braunhaarige vor ihm.
Sie schüttelte lächelnd den Kopf. Einige Tropfen lösten sich aus ihren durchnässten Haaren und wirbelten – kleinen Diamanten gleich – durch die Luft. „Ich möchte mich nur etwas umsehen.“ Sie ließ den bärtigen Bibliothekar hinter sich und schlängelte sich gewandt durch die eng beieinander stehenden Regale; las den einen oder anderen Buchtitel, doch schien sie nichts zu finden, was ihre vollständige Aufmerksamkeit auf sich zog. Gleichgültig ließ sie von Gewalt befüllte Seiten hinter sich, interessierte sich weder für fantastische Welten, noch für Reisen in die Natur und das Wesen der Menschen.
Ihr Weg führte sie in die Mythen der Vergangenheit. Besonders alte Bücher füllten in diesem Bereich der Bibliothek die Regale. Sie ließ ihre Finger über die abgenutzten, rauen Buchrücken wandern, ertastete ab und zu einige neuere Werke, deren Einbände von einer durchsichtigen, glatten Folie umgeben waren.
„Suchen Sie etwas Bestimmtes?“, wurde sie von einer sanften Stimme aus ihren Gedanken gerissen. Sie blickte auf – direkt in die blaugrünen Augen eines jungen Mannes.
Sie lächelte sanft. „Nein, eigentlich nicht. Ich weiß selbst nicht genau, was ich suche.“
„Sie interessieren sich für Historisches?“, fragte der Blonde, nachdem er einen knappen Blick auf das hohe Regal geworfen hatte. Ein wenig unschlüssig nickte sie. „Darf ich Ihnen etwas empfehlen?“
„Gern“, erwiderte sie erfreut. Zahlreiche Bücher dieser Bibliothek waren ihr bereits bekannt. Zahlreiche Schriften, von denen sie doch keinen Favoriten bestimmten konnte. Obwohl ihre gelesenen Werke sicher bereits die Hälfte dieses Raumes füllen würden, waren ihr doch viele noch unbekannt, unter denen sich vermutlich einige Schätze finden ließen.
Einen Augenblick verschwand der junge Mann, den sie als den Assistenten des alten Bibliothekars erkannt hatte, im Meer der unzähligen Bücher und Regale, ehe er mit einem dicken Buch zurückkehrte, welches er ihr wortlos reichte. Der verschlissene Umschlag schmiegte sich seltsam vertraut in ihre Handfläche. Vorsichtig wendete sie das alte Werk, doch es trug weder einen Rückentext, noch eine Aufschrift im Allgemeinen. Nicht einmal einen Titel konnte sie ausfindig machen.

Löwen

Donnerstag, 17. Mai 2012 | Kommentieren
Heute habe ich das zweite Bild für meinen Nachbarn beendet.
Und wieder habe ich natürlich nach jedem Malen immer ein Foto gemacht, um den Werdegang ein bisschen dokumentieren zu können.




Angefangen hat es auch bei diesem Bild mit einer Vorzeichnung. Damals habe ich wirklich gezweifelt, ob das Bild gut wird, denn die Vorzeichnung hat mich kein Stück überzeugt. Ich fand die Löwen irgendwie zu verkrüppelt (besonders den liegenden Junglöwen).










Weiter ging es dann mit dem Hintergrund. Auch den fand ich nicht sonderlich überzeugend. Irgendwie war alles zu dunkel und wenn ich es dann etwas heller malen wollte, sah es überhaupt nicht mehr echt und total seltsam aus.








Ab dem Moment habe ich erstmals daran geglaubt, dass dieses Bild gut werden könnte.
Zunächst habe ich noch einmal den Hintergrund überarbeitet. Nachdem alles trocken war, sah es mit dem vielen grün hinten und dem bisschen grün am Boden doch ganz gut aus. Und den Löwen fand ich einfach toll. Zwar noch etwas platt, d.h. zu flächig, aber er hat mir schon gefallen.









Den zweiten Löwen, den ich zu Beginn am schrecklichsten fand, habe ich anschließend gemalt. Und was soll ich sagen? Ich fand ihn toll. Noch besser als das erwachsene Männchen. Erstaunlicherweise sieht er mit Farbe richtig gut aus.





Dieses Farbphänomen habe ich dann auch bei dem zweiten Jungtier erlebt, der mir jedoch auf der rechten Seite ein wenig dick geworden ist.
Nebenbei habe ich das Löwenmännchen noch ein bisschen überarbeitet. Jetzt ist es nicht mehr so flächig und gelb, sondern sieht auch deutlich besser aus. Allerdings war ich noch immer nicht mit dem Hintergrund zufrieden.
Aus diesem Grund habe ich diesen noch einmal komplett überarbeitet.
Im Hintergrund habe ich ein paar Äste eingezeichnet und ein bisschen Himmel sichtbar werdenlassen.
Den Boden habe ich mit ein paar neuen Schattierungen und ein wenig Grün aufgearbeitet.
Zum Schluss kam noch meine Signatur in die rechte untere Ecke und fertig war das Bild.



Natürlich habe ich meinem Nachbarn sofort Bescheid gesagt, dass nun seine beiden Bilder fertig sind.
Hier habe ich sie nochmal zusammen fotografiert.


Als er seine Bilder gesehen hat, war er total überrascht und fand sie richtig schön. Ich hatte das Gefühl, er konnte noch gar nicht richtig realisieren, dass das nun seine sind und er die mitnehmen kann.
Er hat sie zuerst fast bei uns vergessen und schien noch irritierter, als ich ihm zum zweiten Mal gesagt hab, dass er die mitnehmen kann ^^