[Rezension] Amanda Koch: Die Wächter von Avalon - Die Legende von Ýr

Donnerstag, 10. Dezember 2015 | Kommentieren
Mehr als einen Monat ist meine letzte Rezension mittlerweile schon wieder her... Zwar ist's im Privaten immer noch kaum ruhiger, aber wenigstens die Uni stresst nicht mehr. Möglicherweise komme ich dadurch in nächster Zeit wieder mehr zum Lesen ;-)


512 Seiten | Hardcover mit Schutzumschlag | familia Verlag | Deutsch

Originalausgabe

Reihe: Wächter von Avalon #3

Erschienen: 4. März 2015

ISBN: 978-3943987980
Preis: 17,95 €

Weitere Informationen beim Verlag

Rezensionsexemplar

[NaNoWriMo] Check!

Dienstag, 1. Dezember 2015 | 2 Kommentare
In letzter Zeit gibt es leider nur sehr wenig von mir zu hören. Dank der Uni, dem NaNo und meinem chaotischen Privatleben kam ich kaum zum Lesen. Ich hoffe einfach nur noch, dass sich das bald wieder etwas beruhigt und ich hier wieder aktiver sein kann.
Wenigstens konnte ich den November nutzen, um fleißig zu schreiben. Mit "Rabentochter" hatte ich mir ein ganz neues Fantasyprojekt vorgenommen, das mich seit der 52/52-Challenge verfolgt hat. Fertig geworden bin ich damit nicht. Noch lange nicht. Dennoch habe ich es in Sachen NaNo geschafft!


Ganz knapp, muss ich allerdings sagen. Abgesehen von den allerletzten zwei Tagen habe ich fast zehn Tage so gut wie nicht geschrieben. Privatleben-bedingt. Meine Motivation war einfach tot. Da war nur noch Leere. Ab und an ist die immer noch da, aber am Sonntag packte mich noch einmal der Ehrgeiz. Mit etwa 5000 Worten schaffte ich am Sonntag mehr als ich bisher an irgendeinem Tag im NaNo geschrieben habe. Dennoch haben immernoch 10.000 Wörter geschafft. Schwierig.
7000 Wörter habe ich am allerletzten NaNo-Tag noch geschrieben. Mehr ging einfach nicht. Überraschung trotzdem - ich hatte ganz vergessen, dass ich Anfang November noch an einem anderen Projekt geschrieben hatte. Knapp 3000 Wörter waren das noch einmal, die zum Word Count kamen - und mir damit letztendlich knapp den NaNo-Sieg bescherten. 50.002 Worte sind es letztendlich geworden! :D

[NaNoWriMo] Halbzeit.

Montag, 16. November 2015 | 2 Kommentare
Seit zwei Wochen läuft der NaNoWriMo 2015 nun. Zwei Wochen, die bei mir reichlich turbulent waren. Ereignisse, auf die ich sehr gerne verzichtet hätte, und die mir weiterhin Zeit und Motivation nehmen. Kennt ihr das, wenn man glaubt, alles würde leichter werden, wenn etwas Bestimmtes passiert, und dann ist doch das Gegenteil der Fall? Am liebsten würde ich ein paar Wochen vorspulen, aber das geht ja leider nicht.
Warum muss das private Leben manchmal so hart sein?

Nichtsdestotrotz habe ich weitergeschrieben. Mein aktueller Wordcount liegt bei 22.592. Damit bin ich gute 4.000 Wörter im Rückstand. Mal sehen, ob ich das noch aufhole.
Inhaltlich geht es ordentlich zur Sache. Irgendwie bin ich immer noch ziemlich weit am Anfang. Von einem fertigen Plot will ich noch lange nicht reden. Der taucht so nach und nach auf. Dadurch passt mittlerweile auch die Kurzbeschreibung, die ich in meinem letzten NaNo-Post gab, schon gar nicht mehr. Eine bessere fällt mir aber im Moment auch nicht ein. Dazu sind zu viele Plot-Fragen ungeklärt.
Meine Charaktere - allen voran die zwei Hauptcharaktere Liz und Vico - liebe ich von Seite zu Seite mehr. Lustigerweise mag ich mittlerweile auch einen meiner Antagonisten, Neven, den ich ganz am Anfang überhaupt nicht leiden konnte. Was Hauptfigur Nummer 3, Corvus, angeht, bin ich (leider) noch nicht schlauer. Erstmal ist er jetzt verschwunden. Mal schauen, wann er wieder auftaucht ;-)

Fest steht auf jeden Fall, dass ich mit 50.000 Wörtern noch lange nicht das Ende der Geschichte erreiche. Wenn ich gut bin, habe ich dann die Hälfte geschafft. Wenn sich die Geschichte aber weiter so entwickelt wie bisher, wird das nichts. Mal sehen.

Ich geh dann wieder schreiben. Wir lesen uns!

[NaNoWriMo] Ich bin dabei - kurzfristig.

Sonntag, 1. November 2015 | Kommentieren
Alle Jahre wieder klopft pünktlich im November der National Novel Writing Month, kurz NaNoWriMo, an die Tür der Schreiberlinge. So auch in diesem Jahr.
Vor zwei Monaten ungefähr hatte ich schon mal beschlossen, dieses Jahr teilnehmen zu wollen. Einen wirklichen Plan, was ich schreiben möchte, hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht: Vielleicht endlich die letzten Kapitel von "Bloody Memories". Vielleicht sollte ich doch mal am "Zirkel" weiterbasteln? Oder mein persönlicher Favorit - "ROD" - mit dem ich endlich mal richtig starten könnte.
Letztendlich fehlten mir zu allen Projekten die Schlüsselideen, sodass ich mich bereits darauf eingestellt hatte, wie schon im letzten Jahr im Camp NaNoWriMo reichlich planlos zu starten.
Vor knapp einer Woche überraschten mich dann Entwicklungen in meinem persönlichen Umfeld, die mich ziemlich aus der Bahn geworfen haben. An Schreiben war da mit einem Mal überhaupt nicht mehr zu denken. Wo sonst ständig Ideen durch mein Gehirn spukten, war plötzlich Leere. An den NaNo 2015 wollte ich gar nicht mehr denken.
Mittlerweile hat sich alles ein wenig entspannt. Wir lange weiß ich nicht, aber momentan geht es einigermaßen.
Gestern Abend überfiel mich dann eine Idee zu einer Szene, die ich für den NaNo eigentlich beiseite gelegt hatte - Corvus. Das wird nun auch das Projekt sein, mit dem ich mich im Schreibmonat am meisten beschäftige. Vielleicht auch ab und an noch mit "Bloody Memories", mal schauen

[Rezension] Amanda Koch: Die Wächter von Avalon - Der Fluch des Suadus

Sonntag, 25. Oktober 2015 | Kommentieren
Die meisten, die an Zeit denken, sind die, die sie nicht haben. Das Gefühl habe ich aktuell zumindest.
Irgendwie hatte mich der Irrglauben befallen, ich würde in nächster Zeit mehr Freizeit und damit mehr Zeit zum Bloggen haben.
Irgendwie nicht. Referate, Seminarvorbereitungen, nebenbei noch arbeiten. An meinen Projekten will ich eigentlich auch weiterschreiben (ich will noch gar nicht so wirklich an den NaNoWriMo im November denken ...) und stricken möchte ich jetzt, wo es kälter wird, auch endlich richtig lernen. Lesen wäre noch toll und natürlich endlich in kürzeren Zeitabständen bloggen!
Irgendwie nicht.
Die Zeit fehlt vorne und hinten. Da könnte man sich ja schon glatt auf die Weihnachtspause freuen, wenn es dann nicht schon so richtig kalt wäre ...

Nichtsdestotrotz, ich habe es endlich geschafft, wieder ein Buch zu Ende zu lesen. Vielen Dank von meiner Seite an den familia Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


448 Seiten | Hardcover mit Schutzumschlag | familia Verlag | Deutsch

Originalausgabe

Reihe: Wächter von Avalon #2

Erschienen: 10. März 2014

ISBN: 978-3943987720
Preis: 16,95 €

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Rezensionsexemplar

[HP-Challenge] So steht's im September

Samstag, 3. Oktober 2015 | Kommentieren
Ihr kennt das schon - meine Zwischenstände gibt es nicht so ganz pünktlich. Dieses Mal sind's drei Tage Verspätung. Nun gut. ;-)

Gelesen: 19 Bücher
- davon Zauberaufgaben: 10
- davon Wesen: 2
- davon Personen: 0
Seit Juni hat sich zahlenmäßig nur bei den Zauberaufgaben etwas geändert. Neben den bereits Gelernten kann ich mittlerweile auch den Expulso, Wingardium Leviosa und Amortentia.

Weder bei den Wesen, noch bei den Personen bin ich vorangekommen. Leider. Mittlerweile sind es zudem sogar schon sieben Bücher, die ich nicht zuordnen konnte. Trotzdem denke ich, dass ich ganz gut vorankomme. Mal sehen, was ich bis zum Dezember noch alles lernen kann!

[Rezension] S.B. Sasori: Hongkong Storys 1 - Rattenfänger

Samstag, 3. Oktober 2015 | Kommentieren
cover
Bildquelle: Swantje Berndt/ S.B. Sasori
264 Seiten | Taschenbuch | CreateSpace Independent Publishing Platform | Deutsch

Originalausgabe

Reihe: Hongkong Storys #1

Erschienen: 11. September 2015

ISBN: 978-1517312367
Preis: 9,99 €

[Rezension] Vera Buck: Runa

Montag, 28. September 2015 | Kommentieren
cover
Bildquelle: Bloggerportal
608 Seiten | Hardcover mit Schutzumschlag | Limes | Deutsch

Originalausgabe

Reihe: Einzelband

Erschienen: 24. August 2015

ISBN: 978-3809026525
Preis: 19,99 €

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Rezensionsexemplar

Der Pergamentfalter flattert wieder!

Freitag, 25. September 2015 | 1 Kommentar
Wer in den vergangenen zwei Tagen auf Pergamentfalter wollte, wurde abgewiesen. Pergamentfalter war für einige Zeit nur noch ein privater Blog - aus Gründen.
Wer den Pergamentfalter auf Facebook oder Twitter verfolgt, wird es schon mitbekommen haben: Seit einigen Wochen habe ich an einem neuen Design gearbeitet. Jetzt ist es endlich fertig!
Zur Erinnerung - so sah es bis vor ein paar Tagen hier aus:


[Rezension] Amanda Koch: Die Wächter von Avalon - Die Prophezeiung

Sonntag, 13. September 2015 | Kommentieren
416 Seiten | Hardcover mit Schutzumschlag | familia Verlag | Deutsch

Originalausgabe

Reihe: Wächter von Avalon #1

Erschienen: 08. März 2013

ISBN: 978-3943987140
Preis: 16,95 €

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Rezensionsexemplar

[Rezension] Markus Heitz: Exkarnation - Seelensterben

Sonntag, 30. August 2015 | Kommentieren
cover
Bildquelle: Knaur
656 Seiten | Taschenbuch | Knaur | Deutsch

Originalausgabe

Reihe: Exkarnation #2

Erschienen: 03. August 2015

ISBN: 978-3-426-50593-9
Preis: 14,99 €

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Rezensionsexemplar

[Rezension] Markus Heitz: Sanctum

Mittwoch, 12. August 2015 | Kommentieren
cover
Bildquelle: Knaur
624 Seiten | Taschenbuch | Knaur | Deutsch

Originalausgabe

Reihe: Ritus/ Sanctum #2

Erschienen: 01. Juli 2008

ISBN: 978-3-426-63979-5
Preis: 12,99 €

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[Rezension] Markus Heitz: Ritus

Dienstag, 28. Juli 2015 | Kommentieren
So ganz klappt das mit dem Lesen und Schreiben doch noch nicht... Zeit hatte ich in den letzten Tagen, doch die Augen sind meist schon nach ein paar Seiten zugefallen. Vom Schreiben reden wir mal gar nicht erst...
Heute ist es schon besser. Es geht also wieder bergauf, demnächst sollten die Posts wieder regelmäßiger kommen ;)


cover
Bildquelle: Knaur
544 Seiten | Taschenbuch | Knaur | Deutsch

Originalausgabe

Reihe: Ritus/ Sanctum #1

Erschienen: 01. Juni 2008

ISBN: 978-3-426-63978-8
Preis: 12,95 €

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[HP-Challenge] Juni-Check-Up

Samstag, 18. Juli 2015 | Kommentieren
Eigentlich sollte es den folgenden Zwischenstand der Harry Potter Challenge bereits Ende Juni geben, aber nachdem meine Zeit so gut wie gänzlich weg war, kommt jetzt - reichlich verspätet - endlich der Juni-Check!
Seit dem 30. Juni hab ich noch kein Buch zu Ende gelesen, daher sind die Zahlen für Juni ebenso wie für den bisherigen Juli gültig.

Gelesen: 13 Bücher
- davon Zauberaufgaben: 7
- davon Wesen: 2
- davon Personen: 0

Neben meinen beiden Unverzeihlichen aus dem letzten Zwischenstand beherrsche ich jetzt noch Expecto Patronum, Portus, Serpensortia und Morsmordre.

Im Bereich der Wesen kenne ich mittlerweile neben den Dementoren auch den Haushelfen.

Personen kenne ich noch immer nicht.

Vier Bücher konnte ich zudem bisher nicht einordnen.

War ich beim ersten Zwischenstand nicht so richtig zufrieden, läuft es mittlerweile schon besser. Aktuell komme ich zwar gerade erst wieder nach längerer Pause zum Lesen, aber zuvor habe ich einige Bücher verschlungen!

Sommerpause?!

Donnerstag, 16. Juli 2015 | Kommentieren
Dem einen oder anderen mag bereits aufgefallen sein, dass es hier (mal wieder) verdächtig still geworden ist. Die fehlenden Posts liegen einerseits an der fehlenden Zeit, die ich hatte, und andererseits an den anstrengenden Tagen, die ich aktuell habe.
Seit etwas mehr als einer Woche ist mein Semester offiziell beendet. Zweimal muss ich noch in die Uni, drei Aufsätze müssen noch geschrieben werden und dann bin ich, was das Studium angeht, erstmal bis Oktober befreit. Das eine oder andere Treffen mit Kommilitonen wegen unserem Studienprojekt steht zwar noch an, aber das ist nicht weiter wild.
Wesentlich mehr Zeit nimmt derzeit mein Job in Anspruch. Seit Mitte Juni arbeite ich als Museumspädagogin und Ausstellungsbetreuung für eine Kinderausstellung, die bis November geht. Im Grunde ist es echt super: Ich sammle Praxiserfahrung und kann gleichzeitig Geld verdienen. Nur von meiner eigentlichen (Semester-)Sommerpause merke ich nicht viel.
In den letzten Wochen war die Doppelbelastung durch Uni und Job echt heftig, aber jetzt geht es langsam wieder. Wenigstens ein bisschen Erholung hat sich durch die Semesterpause bereits eingestellt. Durch das Studium war ich zwischenzeitlich vierzehn Tage am Stück ohne einen richtig freien Tag unterwegs. Wenigstens das hat jetzt ein Ende.
Ich denke, es ist nicht mal so sehr die Arbeit selbst, die so anstrengend ist, sondern mehr mein Arbeitsplan. Mein Dienstplan hat keine regelmäßige Arbeitszeit, sodass ich mal mehrere Tage hintereinander arbeite, mal am Wochenende, mal nur Sonntags, mal alle zwei Tage usw. Mal sind es Ganztagesschichten, mal Halbtagesschichten, mal etwas dazwischen.
Ich hoffe, dass ich mich bald an diese Arbeitszeiten gewöht habe und dementsprechend hier auch wiedervorankomme. Zum Lesen bin ich jetzt schon die letzten zwei Tage wieder gekommen. Endlich! Schreiben will ich dann auch bald mal wieder, wenn ich nicht mehr nur noch das Bedürfnis habe, ins Bett zu fallen und nicht wieder aufzustehen. Und dann sollte es auch mit dem Bloggen wieder funktionieren...

[Rezension] Daniel Polansky: Der Herr der Unterstadt

Samstag, 27. Juni 2015 | 1 Kommentar
cover
Bildquelle: Piper
432 Seiten | Ebook | Piper | Deutsch

Original: Low Town - Straight Razor Cure
Übersetzer: Michael Koseler

Reihe:: Low Town #1

Erschienen:: 15. September 2014

ISBN: 978-3-492-98135-4
Preis: 4,99 €

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[Rezension] Kim Harrison: Blutsbande

Donnerstag, 18. Juni 2015 | Kommentieren
cover
Bildquelle: Bloggerportal
624 Seiten | Taschenbuch | Heyne | Deutsch

Original: A Perfect Blood
Übersetzer: Vanessa Lamatsch

Reihe:: Rachel Morgan #10

Erschienen:: 10. September 2012

ISBN: 978-3-453-52951-9
Preis: 14,99 €

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52/52-Challenge - Outtakes

Sonntag, 14. Juni 2015 | 2 Kommentare
Verschreiber kennt sicher jeder von euch, ebenso wie die gute alte Autokorrektur. So manches Mal kommen dadurch Textstellen zustande, die einem ein Grinsen ins Gesicht kleben. In der 52/52-Challenge hatte ich oftmals solche Momente und bei den letzten Szenen habe ich meine besten Verschreiber, die ich euch nicht vorenthalten will, gesammelt. Wünsche euch viel Spaß mit meinem kleinen Best Of!

52/52-Challenge - Ein Fazit

Freitag, 12. Juni 2015 | Kommentieren
Vor einem Jahr, am 6. Juni 2014, schrieb ich erstmals über die 52/52-Challenge und stellte sie euch vor. Fünf Tage später, am 11. Juni, schrieb ich meine erste Szene für die Challenge: Ein Tag im November zum Stichwort "Verlust". Genau 365 Tage sollte es dauern, bis schließlich die letzte Szene fertig ist: Proteste.
Zwischen diesen beiden Szenen liegen mehr als nur 50 weitere Stichworte. Es sind Höhen und Tiefen, zahllose Ideen, von denen ich noch lange nicht alle verarbeiten konnte, und sehr viele neue Erfahrungen. In diesem Post möchte ich auf die Challenge zurückblicken: Wie lief es? Von welchen Szenen gibt es vielleicht mehr zu lesen? Und...

[52/52-Challenge] Proteste

Mittwoch, 10. Juni 2015 | Kommentieren
Die letzte Szene ist geschafft!
In den nächsten Tagen werde ich noch ein kleines Fazit ziehen. Dann erfahrt ihr auch, aus welchen Szenen vielleicht mehr wird ;)

Stichwort: Wasser
Wörter: 593

Proteste

"Gebt uns endlich ordentliches Wasser!"
"Wer soll diese Preise zahlen?!"
"Meine Kinder sind durch das Dreckwasser in den Seen gestorben! Wie viele sollen denn noch ihr Leben verlieren?!"
Immer wieder erhoben sich klare Stimmen aus dem Gewirr von Rufen und Beschimpfungen. Sie schallten über den Platz vor dem Regierungsgebäude, auf dem sich mehrere hundert Menschen - Frauen, Männer, selbst Kinder - eingefunden hatten, um zu protestieren.
Sie forderten sauberes Wasser für alle.

[52/52-Challenge] Kleiner Schnüffler

Dienstag, 9. Juni 2015 | Kommentieren
Stichwort: Liebe
Wörter: 738

Kleiner Schnüffler

Ich beobachte dich schon eine ganze Weile über die Überwachungskamera. Ich kann mich einfach nicht dazu durchringen, zu dir nach unten zu gehen. Noch nicht. Ich weiß, dass ich dann wieder eine Rolle spielen muss; eine Maske tragen, die immer weniger zu mir passt. Zumindest, wenn ich in deiner Nähe bin. Normalerweise fällt es mir nicht schwer, vollkommen kalt und unberechenbar zu wirken. Ich hatte geglaubt, genau so zu sein. Bis du in mein Leben stolpertest und mir eine ganz neue Seite an mir selbst zeigtest. Eine Seite, die niemand sehen darf. Nicht einmal du. Sie würde dich endgültig ins Verderben reißen, wenn das nicht schon deine erste Begegnung mit mir getan hat.
Warum musstest du dich einmischen, kleiner Schnüffler? Es könnte so viel leichter sein. Vor allem müsstest du nicht hier sein. Natürlich genieße ich es, dich jetzt hier über die Kamera zu beobachten und zu wissen, dass uns beide nur eine einzige Etage trennt. Doch weißt du eigentlich, in welche Gefahr du dich gebracht hast? Hast du auch nur die geringste Ahnung, was von mir erwartet wird, seitdem sie dich dabei erwischt haben, wie du auf dem Gelände herumschnüffeltest?! Mein kleiner Idiot... Wie soll ich dich vor den ganzen Abgründen in dieser Stadt schützen, wenn du eine Gabe dafür hast, dich in Schwierigkeiten zu bringen?

[52/52-Challenge] Der Rat der Welt

Montag, 8. Juni 2015 | Kommentieren
Stichwort: Schlüssel
Wörter: 891

Der Rat der Welt

"Ein Mensch!" Er spuckte aus. "Seid ihr jetzt vollkommen bescheuert geworden?"
"Reyk, beruhige dich. Wir wussten doch-"
"... Ihr wollt einem minderwertigen Menschen eine so wichtige Aufgabe zuteil werden lassen? Begreift ihr überhaupt, was das für ein Wahnsinn ist?!" Aufgebracht schritt Reyk in dem kleinen Raum auf und ab. Er war groß; sein Kopf berührte beinahe die niedrige Decke. Durch seine schwarzen Haare und die schwarze Kleidung wirkte seine ohnehin blasse Haut nahezu totenbleich. Mit blutroten Augen funkelte er die anderen Anwesenden an. "Ein sterblicher, schwacher Mensch in den Diensten der Ewigkeit - merkt ihr nicht selbst, welcher Irrsinn dem anhaftet?!" Er ließ sich in seinen Sessel fallen und starrte nacheinander die anderen drei an.
Es war der Rat der Welt, der sich in diesem zwischen den Dimensionen gelegenen Raum zusammengefunden hatte. Neben Reyk, dem Herrn über Tod und Finsternis, waren auch Darlynn, die Herrin vom See, der Seher Tamu und Vilania, das wesengewordene Licht, erschienen. Sie waren vollständig zu diesem Treffen und doch waren sie es nicht. Erst vor kurzem hatten sie einen aus ihrer Reihe verloren: Yadek, den Wächter zwischen Himmel und Erde. Er war gefallen im Krieg gegen die Finsternis, der nicht einmal Reyk Einhalt gebieten konnte.

[52/52-Challenge] Gestohlen

Sonntag, 7. Juni 2015 | Kommentieren
Stichwort: Symbol
Wörter: 692

Gestohlen

"Das war mittlerweile der dritte Raubüberfall, bei dem dieses verdammte Zeichen hinterlassen wurde. Irgendwelche Neuigkeiten zu seiner Bedeutung?"
"Nichts, Sir. Es entstammt, soweit wir bisher herausfinden konnten, keiner bekannten Sprache."
"Das habe ich geahnt... Gibt es sonstige Hinweise?"
Der Polizist nickte. "Einige Sequenzen der zerstörten Videoaufnahmen von der Überwachungskamera konnten rekonstruiert werden. Sie werden derzeit gesichtet. Es sollte bald feststehen, ob sie uns weiterhelfen."
"Gut. Halten Sie mich auf dem Laufenden." Der Polizist entfernte sich. Er blieb allein zurück und ließ sich hinter seinem Schreibtisch auf den Stuhl sinken. Sie hatten es mit einer Bande zu tun - wenigstens das hatten sie herausfinden können. Mittlerweile sprachen sie auch von einer Einbruchserie, auch wenn lediglich das Vorgehen die Fälle verband: Das Signal der Kameras wurde gestört und in eine Endlosschleife gelegt, sobald sie sich Zugang zum jeweiligen Geschäft verschafft hatten. Geld ließen sie generell unangetastet. Auch Technik oder Gold ließen sie liegen. Nachdem sie das Geschäft wieder verlassen hatten, lösten sie von außen die Endlosschleife der Kamera, die weiterlief, als wäre nichts passiert. Bis auf ein paar winzige Kratzer am Schloss gab es keine sonstigen Einbruchsspuren.

[52/52-Challenge] Virus

Samstag, 6. Juni 2015 | Kommentieren
Stichwort: Katze
Wörter: 906

Virus

"Was können Sie mir sagen, Professor?"
Der Mann im weißen Kittel richtete sich hinter seinem Schreibtisch auf und musterte mich durch seine kleine Brille. "Ah, Mr. Sawyer, richtig... Nun, es handelt sich definitiv um einen Virus. Wir konnten allerdings noch nicht herausfinden, was die exakten Folgen einer Infektion sind." Er erhob sich. "Kommen Sie, ich will Ihnen etwas zeigen."
Er trat an mir vorbei, führte mich aus seinem Büro heraus und zu den Laboren. Zwei Assistenten waren gerade dabei, Proben zu präparieren und sie unter elektronischen Mikroskopen zu untersuchen. Der modernen Laboreinrichtung widmete ich nur einen kurzen Blick. Ich war oft genug hiergewesen, um sie nahezu auswendig zu kennen, obwohl ich niemals hier gearbeitet hatte.
Wir blieben vor einer Reihe Bildschirmen stehen, auf denen gerade die Ergebnisse diverser Analysen eingeblendet wurden. Der Professor gab einige Befehle über die Tastatur ein, dann öffnete sich die Live-Übertragung mehrerer Überwachungskameras in den einzelnen Zimmern der Isolationsstation. Zwei Zimmer waren leer, in den anderen fünf war jeweils ein Patient untergebracht.

[52/52-Challenge] Brüder

Donnerstag, 4. Juni 2015 | Kommentieren
Stichwort: Maus
Wörter: 735

Brüder

"Hattest du etwa Schiss vor dem Kerl?" Lachen.
Ich ging gerade die Treppe nach unten, als die Stimmen vor der Haustür deutlicher wurden. Seit wann brachte Markus Freunde mit nach Hause? Ich dachte, mit den Idioten träfe er sich nur in der Stadt oder, wenn sie denn mal da waren, in der Schule...
Markus und ich waren Stiefbrüder. Seine Mutter und mein Vater hatten vor knapp zwei Jahren geheiratet, anschließend waren er und seine Mutter bei uns im Haus eingezogen. Verstanden hatten wir beide uns von Anfang an nicht besonders gut, aber seitdem wir in einem Haus lebten, war es wirklich schlimm. Wenn wir uns nicht ignorierten, stritten wir uns. Vor ein paar Tagen hatte Markus meinen Schulaufsatz angezündet, an dem ich vier Tage lang gesessen hatte und den ich am nächsten Tag abgeben musste. Angeblich war ihm langweilig gewesen, aber nach dem boshaften Ausdruck in seinen Augen hatte er mich einfach nur ärgern wollen. Glücklicherweise hatte ich mir Notizen gemacht und konnte den Aufsatz noch einmal neu schreiben, auch wenn dafür fast meine gesamte Nacht draufgegangen war.

[Rezension] Jessica Warman: Manche Mädchen müssen sterben

Donnerstag, 4. Juni 2015 | 2 Kommentare
cover
Bildquelle: Bloggerportal
416 Seiten | Ebook | Penhaligon | Deutsch

Original: Between
Übersetzer: Andreas Kasprzak

Reihe:: Einzelband

Erschienen:: 09. Januar 2012

ISBN: 978-3764530693
Preis: 11,99 €

Weitere Informationen beim Verlag

[52/52-Challenge] Wandel

Montag, 1. Juni 2015 | Kommentieren
Stichwort: Vergangenheit
Wörter: 1146

Wandel

Ich liege auf der Wiese im Park - kurzes saftig grünes Gras mit vereinzelten Gänseblümchen. Über mir scheint die Sonne vom blauen Himmel mit den kleinen Schäfchenwolken. Es ist angenehm warm, eine leichte Brise weht - später Frühling. Meine Schultasche steht neben mir. Eigentlich sollte ich bereits mit den Hausausfgaben begonnen haben, aber im Moment will ich einfach nur in der Sonne entspannen und vor mich hin träumen. Vögel zwitschern, ab und an bellt ein Hund. Unter den Schuhen von Joggern und Spaziergängern knirschen die Steinchen auf dem Gehweh.
Ich stütze mich auf meine Ellenbogen und sehe mich um. Neben mir ragen ein paar Ahornbäume auf, deren Schatten mich nicht berührt. Ein kleiner Hund schnüffelt an mir vorbei und rennt mit seinem Ball zurück zu seinem Besitzer. Entfernt, auf der Wiese mit dem aufgemalten Fußballfeld, spielen Kinder.
Es ist friedlich und nahezu traumhaft schön. Der Park ist mein absoluter Lieblingsort, egal zu welcher Jahreszeit.
Mit einem Mal ist dieser Gedanke wieder da.

[52/52-Challenge] Seelenessenz

Sonntag, 31. Mai 2015 | Kommentieren
Stichwort: Seele
Wörter: 1382

Seelenessenz

"Ist das deine Vorstellung von einem Zauberladen?" Skeptisch sah ich mich um. Angus hatte vor einem verfallenen zweistöckigen Gebäude in einer noch verfallener wirkenden Straße geparkt. Es stank nach Abfall und der Himmel war grau vom Rauch aus der nahen Fabrik. Die Fenster des Hauses waren im Erdgeschoss vernagelt und darüber stellenweise eingeschlagen; die Wände waren mit unlesbarem Graffiti besprüht.
Angus warf mir einen finsteren Blick zu und ging an mir vorbei zu der verschlossenen Tür. "Halt die Klappe, wenn du keine Ahnung hast."
Für einen winzigen Augenblick sah ich, wie sich seine Lippen bewegten, dann drückte er die Klinke nach unten. Die Tür schwang auf. Ich verdrehte die Augen, während Angus wortlos nach drinnen verschwand. Warum brachte er mir nie so etwas bei? Warum musste ich mich stundenlang mit Latein herumplagen, Tränke anrühren und komplizierte Symbole lernen, die ich angeblich brauchte, um zaubern zu können, wenn ihm ein einziges Wort genügte, dass er noch nicht einmal laut aussprechen musste?! Es mochte sein, dass er sich bereit erklärt hatte, mich in der Zauberei zu unterrichten - was abgesehen von ihm kein anderer hatte tun wollen - aber allmählich keimte in mir der Verdacht auf, er wolle mich für dumm verkaufen.

[52/52-Challenge] Der letzte Tag

Samstag, 30. Mai 2015 | Kommentieren
Stichwort: Tag
Wörter: 658

Der letzte Tag

Stell dir vor, du hast nur noch einen Tag zu leben.
Einen Tag, um zu tun, was du schon immer einmal tun wolltest. Um nachzuholen, was du niemals getan hast. Um die Liste der Dinge abzuarbeiten, die du irgendwann in deinem Leben noch tun wolltest.
Einen Tag, um zum letzten Mal zu fühlen. Freude, Glück, Liebe. All das Gute, dass es gibt. All die Dinge, für die es sich zu leben lohnt. Vielleicht auch ein wenig von dem Schlechten - nur für die Erinnerung. Wer weiß schon, wie es danach weitergeht?
Einen Tag, um zu sagen, was noch gesagt werden muss. Um Streitigkeiten beizulegen. Um Freundschaften ein letztes Mal aufleben zu lassen. Um Wissen weiterzugeben, das nicht verloren gehen soll.
Einen Tag, um sich zu verabschieden. Von der Sonne und dem Leben. Von Freunden, die einen begleiteten. Von der Familie. Von all den Menschen, die das Leben prägten und es überhaupt erst lebenswert machten.

[52/52-Challenge] Kleinformat

Freitag, 29. Mai 2015 | Kommentieren
Stichwort: Zwerg
Wörter: 634

Kleinformat

Ich sitze auf der Mauer und starre abwechselnd in den Garten, auf die Garage und die verglaste Rückseite des Hauses mit der riesigen Terrasse.
Immer noch.
Vorhin stand ich eine Weile, aber ich kann nicht ewig stehen und nach Hause laufen muss ich nachher auch noch. "Sind doch nicht mal zwei Kilometer", hat Sampson zu mir gesagt, als ich mich darüber beschwerte, dass ich nicht einmal ein Fahrrad bekam. Ich schnaube. Mag ja sein, dass zwei Kilometer mit langen Beinen schnell zu bewältigen sind, aber für jemanden, der nicht größer als ein Taschenbuch ist, sind sie die Hölle.
Erstmal nicht daran denken.

[Rezension] Kim Harrison: Blutdämon

Mittwoch, 27. Mai 2015 | Kommentieren
cover
Bildquelle: Bloggerportal
720 Seiten | Taschenbuch | Heyne | Deutsch

Original: Pale Demon
Übersetzer: Vanessa Lamatsch

Reihe:: Rachel Morgan #9

Erschienen:: Rachel Morgan #9

ISBN: 978-3453528482
Preis: 15,00 €

Zur Leseprobe | Weitere Informationen beim Verlag

[52/52-Challenge] 01:27 Uhr

Montag, 25. Mai 2015 | Kommentieren
Stichwort: Uhr
Wörter: 659

01:27 Uhr

"Mika?" Stille.
Wieder klopft sie an die Tür. "Mika, ich bin es!" Noch immer keine Antwort.
Sie drückt die Klinke hinunter. Nicht abgeschlossen. Lautlos schwingt die Tür nach innen auf, gibt den Blick auf einen leeren Flur frei. Sie tritt ein.
"Mika?" Über ihr knarzt die Decke, doch es ist nur ein einziges kurzes Geräusch. Keine Schritte. Keine Stimme. An der Garderobe hängen einige Jacken, darunter die braune Lederjacke, die Mika nahezu immer trägt, wenn sie sich treffen. Ein einzelnes Paar Turnschuhe steht darunter an der Wand. Es sind eindeutig Mikas. Mit anderen Schuhen hat sie ihn nie gesehen.
Eigentlich müsste er zuhause sein.

[52/52-Challenge] (R)Ausblicke

Samstag, 23. Mai 2015 | Kommentieren
Stichwort: Fenster
Wörter: 788

(R)Ausblicke

Ich sitze auf meinem Bett, in dem kleinen Zimmer, dass ich Mein nennen darf. Es hat keine Tür und das einzige Fenster, auf das ich Tag für Tag starre, ist zugemauert worden, bevor ich hierher kam. Es ist dunkel; nur ein kleiner Schimmer von dem Kristall, der in die Wand eingelassen ist, wo sich vielleicht einmal die Tür befand, spendet einen Hauch von Licht.
Von irgendwo und nirgends hüllt mich ein seichter Lufthauch ein. Ich habe Tage, vielleicht sogar Wochen damit zugebracht, seine Quelle zu finden. Erfolglos.
Mein Zeitgefühl habe ich schon vor einer halben Ewigkeit verloren - vielleicht war es auch erst gestern. Wer weiß das an diesem Ort schon? Für mich gibt es keinen Wechsel von Tag und Nacht, sondern immer nur das ewig gleiche schwache Leuchten des Kristalls. Ich kann keine Tage zählen, keinen Kalender führen, nichts. Eine Zeit lang habe ich jedes Mal, wenn ich aufwachte, mit dem Fingernagel eine Rille in die Wand gekratzt - ein kläglicher Versuch, einen gewissen Lebensrhythmus zu erschaffen. Irgendwann habe ich damit aufgehört.

[52/52-Challenge] Tec-Junge

Samstag, 23. Mai 2015 | Kommentieren
Stichwort: Maschine
Wörter: 693

Tec-Junge

Er betrat den Club. Die Tür fiel hinter ihm ins Schloss und sperrte die lauten Straßen der Großstadt aus. Dunkle Klänge hüllten ihn ein. Sie waren nur Hintergrundklänge, doch nach den lauten Straßen schienen sie ihm in der Ruhe des Clubs für einen Moment ungewöhnlich laut für dieses Etablissement.
Nach einem kurzen, nur schwach beleuchteten Flur erreichte Damian den Hauptraum. An den kleinen runden Tischen vor der leeren Bühne saßen nur wenige Menschen. Überwiegend Männer, soweit er erkennen konnte. Hinter der Bar stand ein Kellner und wusch Gläser aus. Eine Treppe zwischen Wand und Bar führte hinauf zu einer Galerie, von der zahlreiche Türen abzweigten. Leise Geräusche klangen von dort hinunter. Gespräche, vermutete er, konnte es jedoch nicht genau sagen.

[Rezension] Sally Green: Half Wild

Dienstag, 19. Mai 2015 | Kommentieren
cover
Bildquelle: Penguin Randomhouse
448 Seiten | Taschenbuch | Penguin Randomhouse | Englisch

Originalausgabe

Reihe: Half Bad Trilogy #2

Erschienen: 26. März 2015

ISBN: 978-0147511935
Preis: $ 10,99

Zur Leseprobe | Weitere Informationen beim Verlag

Rezensionsexemplar

[52/52-Challenge] Spiegelbild

Montag, 18. Mai 2015 | Kommentieren
Stichwort: Figur
Wörter: 815

Spiegelbild

Er starrte auf die spiegelnde Fläche vor ihm. Sein eigenes Gesicht schaute zurück, blass und eingefallen, mit Augenringen, die fast dunkler als seine Augen waren. Die Haare hingen ihm in fettigen Strähnen vom Kopf. Er hatte sie sich vor nicht allzu langer Zeit mit dem Rasiermesser geschnitten, dass sie ihm einmal in der Woche gaben. Besonders schön war seine Frisur nicht geworden, doch wenigstens waren die Haare seitdem kürzer und hingen ihm nicht mehr vor den Augen.
Er atmete tief durch und verbannte jeden Gedanken aus seinem Kopf. Sein Blick verlor sich in den Tiefen des Spiegels, bis er nichts mehr wahrnahm - nichts um ihn herum und nichts von seinem Spiegelbild. Vor seinen Augen, in einem Abgrund inmitten des Spiegels, den nur er sehen konnte, entstand ein Strudel aus flirrenden Farben, der sich immer tiefer grub. Mehr und mehr fixierte sich seine Wahrnehmung auf diese endlos scheinende Tiefe, bis kein Geräusch, kein Bild und kein Geruch aus seiner Umgebung mehr zu ihm durchdrang.

[52/52-Challenge] Wiedersehen

Sonntag, 17. Mai 2015 | Kommentieren
Die heutige Szene ist nicht nur ein potentieller Teil eines größeren Projekts, sondern schon fest eingeplant. Vor einiger Zeit habe ich beschlossen, meine alte Idee zum Romanprojekt "Der Zirkel" umzuarbeiten. Die folgende Szene ist eine der Anfangsszenen dieses Projekts.

Stichwort: Krieg
Wörter: 924

Wiedersehen

Es war noch dunkel, als ich die Augen aufschlug. Kühle Luft wehte durch das offene Fenster. Nachtluft.
"Liz, bist du endlich wach?"
Ich zuckte zusammen, setzte mich auf und tastete gleichzeitig nach dem Schalter meiner Nachttischlampe. Das Licht ging an. Ich blinzelte und sah mich um.
Woher kannte ich diese Stimme?
"Liz?"
Mein Blick folgte der Stimme. Für einen Augenblick stockte mein Atem. In der Ecke zwischen Fenster und Schreibtisch hockte eine Gestalt. Ein dunkelhaariger Mann. Nein, eher ein Jugendlicher. Ich stand auf und trat näher an ihn heran. Angst hatte ich keine. Als er zu mir aufsah, begriff ich auch warum. "Nicor?!"

[52/52-Challenge] Auserwählte

Samstag, 16. Mai 2015 | Kommentieren
Stichwort: Drache
Wörter: 874

Auserwählte

Sie hatten sich im Inneren des großen Tempels versammelt - Schüler, Novizen, Lehrer, selbst die wenigen fertig ausgebildeten Reiter, die über die weiten Anlagen der Schule wachten. Es war ein besonderer Tag gewesen, voll von Ritualen und atemberaubenden Vorführungen, der nun in der abschließenden Zeremonie seinen Höhepunkt fand. Rhys konnte die vielfältigen Eindrücke noch immer nicht alle in Worte fassen. Er hatte das Spektakel zum ersten Mal erlebt. Ein Jahr verbrachte er bereits in der Schule. In drei Jahren würde die Zeremonie über sein künftiges Leben entscheiden.
Im Tempel herrschte eine angespannte Stille. Alle Augen waren auf das kleine Podest gerichtet, auf dem normalerweise die Opfergaben für die Götter dargebracht wurden. An diesem Tag war es leer bis auf eine kunstvoll gearbeitete Holztruhe mit goldenen Verzierungen. Zwei Reiter standen als rituelle Wächter links und rechts neben dem Podest; ihre Rüstungen aus einer Vielzahl kleiner Metallplatten gefertigt, die wie Miniaturausführungen der dicken Drachenschuppen wirkten. Rhys glaubte, sie ab und an in der Nähe der Ställe gesehen zu haben. Ihre Namen kannte er jedoch nicht.

[52/52-Challenge] Ohne Titel

Samstag, 16. Mai 2015 | Kommentieren
Stichwort: Blau
Wörter: 941

Ohne Titel

Du stehst am Fenster und schaust hinaus in den verschneiten Garten. Eine hohe Steinmauer mit schneeweißer Krone umfasst ihn. Einnerst du dich, wie du versucht hast, darüber zu klettern? Wie du um Verzeihung gebettelt hast, während du mit verstauchtem Fuß und gebrochenem Arm vor mir kauertest?
Die zwei großen Eichen sind nur Gerippe ihrer selbst, ganz ohne die riesige Blätterkrone und nur mit den kahlen schneebedeckten Ästen. Erinnerst du dich, wie du am Stamm einer der Eichen standest, die Hände daran festgebunden, der Rücken mit blutigen Striemen überzogen? Wie du dich anfangs gewehrt hast, bis du dich deiner Strafe schließlich weinend fügtest?
Die erhöhte hölzerne Terrasse ist leer. Die Möbel sind über den Winter eingelagert. Erinnerst du dich, wie du in jenem ersten Winter dort auf dem Holz im Schnee knietest, die Hände und Füße gefesselt, nur in Jogginghose, T-Shirt und Socken? Wie ich dich irgendwann in der Nacht halb bewusstlos ins Haus geholt habe; wie du geschrien und geweint hast, als sich dein Körper langsam wieder erwärmte?
Es ist Vergangenheit. Lange her.

[52/52-Challenge] Kristallklar

Freitag, 15. Mai 2015 | Kommentieren
Stichwort: Kristall
Wörter: 1338

Kristallklar

"Was, denkst du, ist so besonders an diesen Kristallen?"
Benji zuckte mit den Schultern und kletterte vor mir auf einen riesigen umgestürzten Baum. "Was weiß ich. Solange wir gut dafür bezahlt werden, ist es mir egal." Er schlug seinen Dolch in das Holz und zog sich daran hoch, ehe er auf der anderen Seite hinuntersprang.
"Ich meine nur, dass es merkwürdig war, wie gierig der Priester nach den Kristallen zu sein schien", warf ich ein und folgte ihm über den Stamm. Er war rutschig. Rinde bröckelte unter meinen Fingern weg und ich brauchte einen Augenblick, um genügend Halt zu finden, damit ich mich auf die andere Seite schwingen konnte. "Ich traue dem Ganzen nicht."
Er wandte sich einen Augenblick zu mir um und verdrehte die Augen. "Stell dich nicht so an. Ein paar glitzernde Steinchen haben die mächtigsten Männer um den Verstand gebracht. Davor ist auch ein Priester nicht sicher."
"Mag sein, aber warum dürfen wir sie auf keinen Fall anfassen?"
Benji zuckte mit den Schultern und schwieg.

[52/52-Challenge] Pakt mit dem Teufel

Donnerstag, 14. Mai 2015 | Kommentieren
Stichwort: Teufel
Wörter: 735

Pakt mit dem Teufel

Er erwachte - schweißgebadet, zitternd. Sein Körper klebte. Er war ausgelaugt, erschöpft. Noch immer zuckten seine Muskeln unkontrolliert. Er keuchte. Sein Herz raste.
Schon wieder.
Er kniff die Augen einige Momente zusammen und öffnete sie dann langsam wieder, nun ein wenig ruhiger. Noch immer war es finster. Er war allein. Das Fenster stand offen und die Vorhänge wehten im Nachtwind. Die kühle Luft strich über seine erhitzte, feuchte Haut. Zu kühl. Fast blind tastete er nach der Bettdecke, ohne sie zu finden.
Tatsächlich alles wie immer.
Er seufzte. Längst nicht nehr schläfrig stand er auf und tapste auf unsicheren Beinen ins Bad. Seine Unterhose, in der er normalerweise schlief, musste er irgendwann in den vergangenen Stunden ausgezogen haben. Er erinnerte sich nicht daran. Er erinnerte sich an so vieles nicht.

[Rezension] Sally Green: Half Bad

Mittwoch, 13. Mai 2015 | Kommentieren
Ich bin seit mittlerweile zwei Jahren aus der Schule heraus und ich glaube, das letzte englische Buch hab ich irgendwann in der zehnten oder elften Klasse gelesen. Lang, lang ist's her!
Vor ein paar Tagen hab ich dann "Half Wild" entdeckt (angeregt durch eine Verlosung bei BdB) und ziemlich schnell stand fest: Das willst du lesen! Und mal ganz ehrlich: Warum auf Deutsch anfangen, wenn der englische zweite Band gerade erschienen ist und es dauert, bis der deutsche herauskommt? ;)


cover
Bildquelle: Penguin Randomhouse
432 Seiten | Taschenbuch | Penguin Randomhouse | Englisch

Originalausgabe

Reihe: Half Bad Trilogy #1

Erschienen: 13. Januar 2015

ISBN: 978-0147511461
Preis: $ 9,99

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[52/52-Challenge] Kranke Magie

Montag, 11. Mai 2015 | Kommentieren
Stichwort: Fieber
Wörter: 1048

Kranke Magie

"Doktor?"
"Er hat hohes Fieber. Es steigt noch immer."
"Ist er krank? Eine Erkältung? Oder ist es wirklich das Fieber?"
Der Doktor seufzte und packte seine Instrumente zurück in die Tasche. "Es tut mir leid. Sie sollten dem Konzil schnellstmöglich Bescheid geben. Wenn das Fieber weiterhin so schnell steigt, wird er die nächsten zwei Tage kaum überleben."
Die Stimmen entfernten sich zusammen mit den Schritten seiner Mutter und des Doktors. Er blieb allein in seinem abgedunkelten Zimmer zurück. Allein in der Stille. Nicht einmal ein Vogel war zu hören, kein Rasenmäher im Nachbarsgarten, der die sonntägliche Ruhe bekämpfte, keine Autos oder spielenden Kinder auf der Straße.
Er zog sich die Decke über den Kopf. Zitterte.
Nicht das Fieber.

[Rezension] Kim Harrison: Bluteid

Sonntag, 10. Mai 2015 | Kommentieren
Manchmal haben Bahnstreiks auch etwas Gutes: Zwar war ich deutlich länger als normalerweise unterwegs, aber ich habe die Zeit super nutzen können, um Band 8 der Hollows-Reihe zu verschlingen!


cover
Bildquelle: Bloggerportal
736 Seiten | Taschenbuch | Heyne | Deutsch

Original: Black Magic Sanction
Übersetzer: Vanessa Lamatsch

Reihe:: Rachel Morgan #8

Erschienen:: 11. Oktober 2010

ISBN: 978-3-453-52750-8
Preis: 14,00 €

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[52/52-Challenge] Trapped

Sonntag, 10. Mai 2015 | Kommentieren
Heute eine Warnung vorangestellt: Die kommende Szene enthält explizite Gewaltdarstellungen. Leute mit schwachen Nerven sollten nicht unbedingt weiterlesen.

Stichwort: Leben
Wörter: 1650

Trapped

Ein Fenster zersplitterte, als eine fehlgeleitete Kugel es durchschlug. Weitere Schüsse hallten durch die leere Lagerhalle, gepaart mit schmerzerfüllten Schreien und wildem Fauchen.
Es waren zu viele.
Oder sie zu wenige. Sein Atem kam stoßweise, er fühlte sein Herz rasen und seine Muskeln gegen die Anstrengung protestieren. Er musste es schaffen. Überleben. Irgendwie.
Mit der Waffe in seiner Hand zielte er erneut auf einen der Vampire, doch noch bevor er abdrücken konnte, wurde sie ihm aus der Hand geprellt. Ein scharfer Schmerz schoss von seinem Handgelenk seinen Arm hinauf. War es gebrochen? Verstaucht? Oder war alles in Ordnung und der Schmerz nur kurzweilig? Er hatte keine Zeit, sich darum zu kümmern. Ein kräftiger Arm packte seine Schulter, Krallen bohrten sich durch seine Haut. Er ächzte vor Schmerz, drehte sich in dem festen Griff, der ihm beinahe die Knochen zu brechen drohte, und trat nach seinem Angreifer. Entfernt hörte er den Schrei eines Jägers aus seinem Zirkel, der abrupt verstummte. Er ließ ihm das Blut in den Adern gefrieren.

[52/52-Challenge] ROD

Donnerstag, 7. Mai 2015 | Kommentieren
Heute gibt es mal eine Szene, bei der der Titel wirklich nichts verrät. ;)

Stichwort: Löwe
Wörter: 1418

ROD

Sonnenstrahlen erhellten das weitläufige Büro hoch über den Dächern der Stadt. Durch die gläsernen Wände, die an drei Seiten verliefen, bot sich ein atemberaubender Blick über die riesige Stadt. Nur wenige Tower erreichten die Höhe dieses Büros. Die Welt schien wie von Ameisen erbaut und von ihnen bewohnt, so klein wirkte alles aus dieser Höhe. Die Menschen unten auf den überfüllten Straßen waren kaum zu erkennen, die Autos nur farbige bewegliche Kästchen.
Das Büro selbst war spärlich, doch edel eingerichtet. An einem Ende, nahe der einzigen Tür des Raumes, stand ein großer Schreibtisch mit ledernem Stuhl dahinter. Lediglich einige Blöcke, Stifte und dünne Akten veteilten sich auf der Tischplatte, kein Computer, keine Bücher. Eine kleine Zahl an Ordnern stand in einem Regal an der einzigen undurchsichtigen Wand. Auf der anderen Seite befand sich eine kleine Sitzgruppe - ein niedriger Tisch, umgeben von einem ledernen Ecksofa, dessen Rückseite sich den Fenstern zuwandte - zudem ein niedriger geschlossener Schrank, in dessen gläsernem Aufsatz Gläser verschiedener Art auf die Benutzung warteten.

[52/52-Challenge] Champion

Mittwoch, 6. Mai 2015 | Kommentieren
Und damit ist Nummer 30 geschafft. Wir nähern uns allmählich so etwas wie dem Ende! :D

Stichwort: Schwert
Wörter: 676

Champion

"Deckung hoch! Stell dich nicht so an, er hat nicht mal richtig getroffen! Schlag endlich zu! Und behalt verdammt nochmal deine Deckung oben!" Wild gestikulierend stand der Trainer am Rande des Rings und beobachtete die drei Kämpfenden.
"Rick, bist du besoffen oder was?! Ich will vernünftige Beinarbeit von dir sehen!"
"Logan, bist du ein Fleischer?! Fass endlich das Schwert richtig an! Ich denke, du kannst damit umgehen!"
Ein Stöhnen. Getroffen sackte einer der Kämpfenden in die Knie.
"Hoch mit dir, Schwächling!", brüllte ihn der Trainer an. Im gleichen Moment traf ihn der Schlag einer seiner Gegner, der ihn zu Boden schickte. Benommen blieb er liegen. Keiner kümmerte sich um ihn, weder der Trainer noch seine Gegner.

[52/52-Challenge] Der Preis

Sonntag, 3. Mai 2015 | Kommentieren
Stichwort: General
Wörter: 1303

Der Preis

Er huschte durch die nachtdunklen Straßen, nicht mehr als ein Schatten in der Finsternis. Kein Mond leuchtete am Himmel; nur vereinzelte Sterne, deren Licht kaum hinunter auf die Erde und gewiss nicht in die finsteren Gassen reichte, in denen er sich bewegte. Aus dem einen oder anderen Fenster drang der schwache Schein einer Kerze - es war das einzige Licht, das ihn erreichte. Straßenlaternen gab es in diesem Viertel nicht, genau so wenig wie Elektrizität, doch daran hatte er sich längst gewöhnt. Er kannte es kaum anders. Seine Augen hatten sich an die Dunkelheit gewöhnt; zielsicher fand er den Weg zwischen verfallenen Wänden, Müllbergen und Schutt hindurch zu einer brüchigen Holztür. Angeln hatte sie keine mehr. Sie war nur angelehnt; das Schloss am nutzlos gewordenen Riegel lediglich Tarnung. Ob es funktionierte, wusste er nicht. Es war ihm egal. Er hatte nichts zu verbergen und zu stehlen erst recht nicht. Es wäre nur ärgerlich, eines Tages wieder einmal seinen Unterschlupf besetzt von einem Fremden zu finden, der ihn nicht mehr einließ.

[Rezension] Kim Harrison: Blutkind

Mittwoch, 29. April 2015 | Kommentieren
Endlich gibt es auch mal wieder etwas von mir, das nicht mit der 52/52-Challenge zu tun hat! Mit Beginn des neuen Semesters lese ich derzeit leider mehr wissenschaftliche Texte als belletristische. Ich hoffe, das ändert sich bald, wenn ich meine vorerst letzten beiden Vorträge hinter mir hab. Ja, ich hab alles schön an den Semesteranfang gelegt, damit ich dann meine Ruhe hab. Ausnahmsweise mal die Prokrastination bekämpfen ;)
Jedenfalls geht es nun wieder weiter mit der Hollows-Reihe von Kim Harrison!


cover
Bildquelle: Bloggerportal
784 Seiten | Taschenbuch | Heyne | Deutsch

Original: White Witch, Black Curse
Übersetzer: Vanessa Lamatsch

Reihe:: Rachel Morgan #7

Erschienen:: 3. Mai 2010

ISBN: 978-3453533523
Preis: 15,00 €

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[52/52-Challenge] Leserbrief

Mittwoch, 29. April 2015 | Kommentieren
Stichwort: Endlos
Wörter: 961

Leserbrief

"Was ist mit dem Brief?"
"Welcher Brief?"
"Der von dem Mann, der seine Schwester sucht. Drucken wir ihn?"
Ratlose Blicke. Mit einem solchen Brief hatte es noch keiner in einer Redaktionssitzung zu tun. Erst gestern war er angekommen - in einem unscheinbaren weißen Umschlag mit blauem Stempel und schwarzer Tinte, der nichts von seinem emotionalen Inhalt preisgab.
"Wir drucken doch keine Briefe!", empörte sich Schulze, ein überkorrekter, geradliniger Journalist, der hauptsächlich für den Politik- und den Wirtschaftsteil schrieb. "Richtige Inhalte brauchen wir."
"Leserbriefe hatten wir schon, Herr Kollege. Außerdem würden wir dann endlich mal wieder mehr Kontakt zu den Lesern bekommen", erwiderte Hille vom Feuilleton. "Warum also nicht?"
"Das ist doch kein Leserbrief!" Wieder Schulze, noch empörter. Kopfschüttelnd und Unverständliches vor sich hin grummelnd lehnte er sich zurück.
"Ich hab ihn nicht gelesen", räumte Paulsen von den Anzeigen ein, "aber um Suchen kümmere immer noch ich mich. Warum drucken wir ihn nicht inmitten der anderen Kontaktanzeigen?"
"Der Mann sucht keinen Lebenspartner, sondern seine Schwester!" Hille. Auch er schüttelte nun den Kopf.

[52/52-Challenge] Deine Schuld

Sonntag, 26. April 2015 | Kommentieren
Im Augenblick sind meine Musen mal wieder hochproduktiv (oder auf Drogen, so genau weiß ich das noch nicht) und liefern mir eine Idee nach der anderen. Ich glaube nicht, dass das von Dauer ist, aber hier ist nun Challenge-Szene Nr. 27.
Und damit: Ja, ich bin nun offiziell in der 2. Hälfte von Stichworten. 50% sind geschafft! :D

Stichwort: Eiche
Wörter: 693

Deine Schuld

Du hast es zerstört.
Warum hast du es nicht gut sein lassen können? Warum konntest du dich nicht heraushalten? Was war so schwer zu verstehen an "Lass mich in Ruhe"?
Du dachtest immer, du wärst die Beste, die Tollste, die Klügste, aber ich sage dir etwas: Du bist es nicht, warst es nie und so, wie ich das jetzt sehe, wirst du es auch nie werden. Ohne dich wäre es so viel einfacher gewesen. Ohne dich hatte ich einen Weg, wo nur noch eine Sackgasse ist. Ohne dich hatte ich ein Leben. Ohne dich hatte ich eine Chance, in dieser beschissenen Welt klarzukommen, aber du musstest alles kaputt machen.
Erinnerst du dich: Ich hab dich mal gefragt, was du mit deinem Leben anfangen willst und du hast geantwortet: "Anderen Menschen helfen." Dieses Ziel wirst du nie erreichen, glaub mir. Du bist unfähig dazu. Jeder könnte anderen helfen. Jeder außer dir. 

Du hättest mir helfen können. Du hättest mich einfach nur in Ruhe lassen müssen, dann hätte ich den ganzen Mist irgendwie wieder auf die Reihe bekommen. Ich hätte einen Weg gefunden, mit allem fertig zu werden. Ich hab immer einen gefunden.

[52/52-Challenge] Busfahrt

Sonntag, 26. April 2015 | Kommentieren
Stichwort: Traum
Wörter: 1330

Busfahrt

Ich ließ das Büro hinter mir, die Aktentasche in der Hand. Die Bushaltestelle war keine zwanzig Meter vom Haupteingang entfernt. Einige Kollegen aus anderen Abteilungen, die ich höchstens vom Sehen, überwiegend jedoch gar nicht kannte, warteten dort bereits. Der einzige Grund, warum ich sie als Kollegen erkannte, war, dass sie an der fast schon unternehmenseigenen Haltestelle warteten. In Anzug oder Kostüm mussten sie einfach zur Firma gehören. Ansonsten gab es hier in der Nähe nur noch zwei Fabrikbauten und eine Logistikhalle. Aktentaschen, Röcke und Krawatten gehörten dort sicher nicht zur Standardausrüstung der Mitarbeiter.
Ich stellte mich zu ihnen, ohne die Blicke und gemurmelten Grüße zu erwidern. Warum musste mein Wagen überhaupt kaputt sein? Warum konnte sich die verdammte Werkstatt nicht ein einziges Mal beeilen?! Nein, stattdessen musste ich heute mit dem Bus erst von Termin zu Termin und nun nach Hause fahren. Ich war Key-Account-Manager für unseren wichtigsten Kunden. Unter anderem. Nun stand ich hier, an der Haltestelle, mit Büroangestellten, Hausmeistern und unbedeutenden Kundenbetreuern des betriebsinternen Call-Centers. Hier lief eindeutig etwas falsch.

[52/52-Challenge] Szene

Freitag, 24. April 2015 | Kommentieren
Stichwort: Auto
Wörter: 922

Szene

Motorengeräusche. Qietschende Reifen.
Zwei Autos schossen um die Kurve, kaum zwei Meter Platz zwischen ihnen. Mit einem beherzten Sprung rettete sich ein Passant in letzter Minute auf den Bürgersteig, kurz bevor ihn der erste Wagen erfasst hätte. Laut fluchend rappelte er sich auf und schaute den beiden Wagen nach, die gerade um die nächste Ecke verschwanden.
"Idioten", murmelte er kopfschüttelnd, während er noch die Motoren zu hören glaubte.
Einige Straßen weiter fluchte ein Mann und riss das Lenkrad herum. Er spürte, wie sich der Wagen gegen den plötzlichen Richtungswechsel sträubte. Wie er drohte, nach rechts auszubrechen. Die Finger krampften sich um das Lenkrad und zwangen es, in Position zu bleiben. Zwang das Auto auf die Straße.
Ein kurzer Blick in den Rückspiegel. Wenigstens erging es seinem Verfolger nicht besser als ihm. Die Aktion verschaffte ihm keinen Vorsprung, aber einen Augenblick Zeit, um nachzudenken. Er musste ihn abschütteln, irgendwie. Er konnte nicht ewig durch die engen Straßen rasen!

[52/52-Challenge] Die gläserne Stadt

Mittwoch, 22. April 2015 | Kommentieren
Stichwort: Regenbogen
Wörter: 561

Die gläserne Stadt

Ich saß am Fenster und schaute hinaus in den Garten. Ein leichter Sommerregen hatte eingesetzt, während die Sonne weiterhin schien. Sicher würde es nicht mehr lange dauern, bis irgendwo am Himmel ein Regenbogen auftauchte.
Ich musste lächeln, als ich an die Geschichte dachte, die mir meine Mutter früher über Regenbögen erzählt hatte. Keine Geschichte von Goldtöpfen, Kobolden oder Einhörnern. Keine Geschichte von Wassertropfen, in denen sich das Licht brach wie in abertausenden Kristallen und die ein wunderschönes Farbenspiel an den Himmel malten. Sie erzählte mir die Geschichte von der gläsernen Stadt - der Stadt des Lichts, wie sie sie auch nannte.

[52/52-Challenge] Weiterkämpfen

Dienstag, 21. April 2015 | Kommentieren
Die heutige Szene ist eigentlich kaum mehr als eine Fingerübung. Eine richtige Handlung gibt es auch nicht, aber da Gedanken plus ein bisschen Handlung auch als Szene gewertet werden können, geht der Text mit in die Challenge. *grins*

Stichwort: Phönix
Wörter: 786

Weiterkämpfen

Der Wecker klingelt pünktlich halb sieben. Ich liege schon einige Minuten wach - ein aufdringlicher Vogel auf dem Dach der Nachbarn hat mich geweckt. Ich stehe auf, ein kurzer Blick auf den Kalender: Ja, heute ist endlich der lang ersehnte Tag. Der, an dem ich es all diesen Idioten zeigen werde.
Ende der Winterferien. Start des zweiten Halbjahres.
Meine Sachen habe ich mir schon gestern Abend herausgelegt. Ich nehme sie mit ins Bad, dusche ausgiebig und ziehe mich anschließend an. Eine leise Nervosität hat sich in meinem Bauch eingenistet, aber noch ist sie nicht allzu deutlich. Noch kann ich mich als ziemlich ruhig betrachten. Was habe ich schon zu erwarten? Schlimmer als vor den Ferien kann es gar nicht werden.
Was eigentlich los ist? Na ja, wenn ich das so genau wüsste... Im letzten Schuljahr war alles super. Meine beste Freundin Bekki und mich konnte nichts trennen, wir haben alles zusammen gemacht, uns perfekt verstanden und in der Schule zählten wir zu den Besten in unserem Jahrgang.

[52/52-Challenge] Durch die Blume

Freitag, 17. April 2015 | Kommentieren
Stichwort: Rose
Wörter: 600

Durch die Blume

"Flynn, wir haben einen Einsatz. Senator Carter wurde in seinem Appartement ermordet."
Er schaute von seinem Rechner auf, ließ den Blick über die Uhr über der Tür huschen und seufzte. Freitag, sieben nach zwölf. Eigentlich hätte er jetzt Mittagspause und eigentlich hatte er auch geplant, an diesem Tag eher zu gehen; endlich Überstunden abbauen, von denen er mehr als genug hatte. Endlich den Kopf freibekommen und vielleicht neue Ideen finden.
Chance vertan.
Flynn schaltete den Computer auf Standby, streckte sich ausgiebig und folgte seinem Kollegen schließlich nach draußen zum Wagen. Ein toter Senator - so viel zum Thema "ruhiges Wochenende"...

[52/52-Challenge] Polizist auf Zeit

Donnerstag, 9. April 2015 | Kommentieren
Hey!
Die heutige Szene ist wieder Teil eines potenziellen größeren Projektes. Ich hoffe, ihr kommt mit ihr einigermaßen zurecht, denn mich hat der Protagonist auch verwirrt ;)

Stichwort: Hoffnung
Wörter: 1048

Polizist auf Zeit

Die Treppe, die ihn hinunter ins Kellergewölbe führte, war feucht und rissig. Stellenweise waren Stücke aus den Stufen herausgebrochen und er hatte Mühe, nicht abzurutschen. Hatte das Gebäude selbst von außen noch halbwegs gepflegt ausgesehen, wurde anhand des Kellers nun deutlich, dass es schon seit Jahren nicht mehr genutzt wurde. Kein Wunder, dass der Kerl sich an diesem Ort verschanzt hatte. Hier würde nicht allzu schnell jemand nach ihm suchen.
Vor ihm, hinter einer verwitterten Holztür, öffnete sich ein Gang, der vor Jahren einmal weiß gestrichen gewesen sein mochte. Die Farbe blätterte bereits von den Wänden und wo sie noch erhalten war, hatte sie sich grau verfärbt. Eine einzige Neonröhre flackerte in langsamem Takt - ging aus, kurz wieder an, tauchte den Gang mal in kaltes weißes Licht, beließ ihn mal in Dunkelheit.

[Rezension] Kim Harrison: Blutnacht

Montag, 6. April 2015 | Kommentieren
Hey ihr Lieben!
Heute geht es wieder mal mit einer Rezension weiter. Zunächst will ich euch aber DANKE sagen, denn der März war in der Geschichte von "Pergamentfalter" der Monat mit den meisten Besuchern. Vielen, vielen Dank dafür!


cover
Bildquelle: Bloggerportal
704 Seiten | Taschenbuch | Heyne | Deutsch

Original: The Outlaw Demon Waits
Übersetzer: Vanessa Lamatsch

Reihe:: Rachel Morgan #6

Erschienen:: 5. Oktober 2009

ISBN: 978-3453526167
Preis: 14,00 €

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[52/52-Challenge] Silberstreif

Samstag, 4. April 2015 | Kommentieren
Stichwort: Silber
Wörter: 1494

Silberstreif

"Versprich mir, dass du niemals aufgibst. Versprich es mir, Ryan. Gib niemals die Hoffnung auf."
Ein Nicken, vor Tränen unfähig zu sprechen.
"Es gibt immer einen Silberstreif." Eine Stimme, die mehr und mehr an Kraft verliert. Krampfhaftes Husten. Frisches Blut, zu viel Blut. "Vergiss ihn nicht. Du musst ihn nur finden." Eine Stimme, immer leiser werdend, bis der Wind sie mit sich hinfort trägt.
Zurück bleibt die Stille. Und Schmerz.


Unter plötzlich aufflammender Wut trat er einen Stein davon, der über die Dachkante flog und irgendwo in der Tiefe verschwand.
"Wo ist dein verdammter Silberstreif?! WO?! Es gibt keinen!" Seine Stimme verhallte ungehört. Die Wut blieb. So lange er lebte, hatte sein Vater ihm immer wieder von dem verdammten Silberstreif gepredigt. Von der Hoffnung, die er niemals aufgeben sollte. Von dem einen Hinweis, der auf eine bessere Zeit verwies.

[HP-Challenge] Ein erster Zwischenstand

Mittwoch, 1. April 2015 | 2 Kommentare
Seit drei Monaten bin ich nun Teil der Harry Potter Lesechallenge von LeFaBook und es wird Zeit für einen ersten kurzen Zwischenstand.

Gelesen: 3 Bücher
- davon Zauberaufgaben: 2
- davon Wesen: 1
- davon Personen: 0

Gelernt habe ich bisher zwei Unverzeihliche: Den Avada Kedavra und den Crucio.
Ja, ich bin böse. Muss doch irgendwelche Auswirkungen haben, dass ich laut Pottermore Slytherin bin. ;)

Passend dazu sind auch Dementoren die ersten Wesen, zu denen ich ein Lehrbuch hatte.

Zufrieden bin ich bisher nicht ganz. Ich hatte eigentlich vor, mehr zu lesen, aber dank Klausurvorbereitung und einer Hausarbeit ist nicht so viel daraus geworden, wie ich gehofft hatte.
Mittlerweile lese ich endlich wieder mehr. Ich hoffe, das zeigt sich auch bald in meinen Challenges.

[52/52-Challenge] Ungleiche Freunde

Dienstag, 31. März 2015 | Kommentieren
Stichwort: Freundschaft
Wörter: 1178

Ungleiche Freunde

Die Straßen sind ungewöhnlich leer, obwohl es erst kurz nach Mitternacht ist. Beruhigend. Besonders nach dem Gespräch, das hinter mir liegt. Ich weiß nicht, wie ich reagieren würde, wenn mich jetzt jemand anpöbelt. Das könnte wirklich unschön enden...
Seufzend streiche ich eine Haarsträhne weg, die der Wind mir ins Gesicht geweht hat.
Ich hasse Politik und ich hasse die Schwarz-Weiß-Sicht auf die Welt, die Raoul an den Tag legt. "Vater" nenne ich ihn schon lange nicht mehr. Vor vielen Jahren, als ich neu in dieser Welt war, habe ich es getan. Er hat mich aufgenommen, hat mir beigebracht, was ich weiß, und mir geholfen, ein neues Leben aufzubauen, nachdem ich in mein Altes nicht zurückgehen konnte. Ein Leben als Vampir. Aber er ist nicht mein Vater. Nur mein Schöpfer, nicht mehr, obwohl er allzu gern die Vaterrolle spielt. Wäre ich ihm wirklich ein Sohn, wäre das heutige Gespräch anders verlaufen. Dann würde er mich verstehen.

[52/52-Challenge] Blackout

Samstag, 28. März 2015 | Kommentieren
Hey ihr Lieben!
Vorangestellt mal eine Frage: Lebt ihr eigentlich noch?
Ich seh zwar immer, dass Posts gelesen werden, aber abgesehen davon wirkt es hier leider ziemlich tot...

Stichwort: Vergessen
Wörter: 757

Blackout

"Setz dich hin und sei ruhig."
"Geh mir nicht auf die Nerven."
"Hast du irgendetwas nicht richtig verstanden?"
"Sei still."
"Halt endlich deine verdammte Fresse!"
Schmerz.


Er schreckt auf. Ein Junge auf einer Matratze. Er wirkt klein und verloren. Ein Arm ist von einem Verband eingewickelt, eine Hand und ein Bein ebenfalls. Blaue Flecken. Kratzer. Abschürfungen. Nur Schmerzen hat er keine.
Die Pillen wirken noch.

[Rezension] Nicole Neubauer: Kellerkind

Freitag, 27. März 2015 | 2 Kommentare
Das ist das erste Buch, das ich über das Randomhouse-Bloggerportal bekommen hab. Lieben Dank dafür!


cover
Bildquelle: Bloggerportal
416 Seiten | Taschenbuch | Blanvalet | Deutsch

Originalausgabe

Reihe: Einzelband

Erschienen: 19. Januar 2015

ISBN: 978-3442383375
Preis: 9,99 €

Zur Leseprobe | Weitere Informationen beim Verlag

Rezensionsexemplar

[52/52-Challenge] Laut, dreckig, grau.

Donnerstag, 26. März 2015 | Kommentieren
Hey ihr Lieben!
Bei der heutigen Szene weiß ich noch nicht so wirklich, was es eigentlich sein soll. Es war als Kurzgeschichte geplant, aber eine wirkliche Geschichte ist es nicht. Mehr ein Alltagsausschnitt und doch auch wieder nicht so richtig.
Na ja.
Ich hoffe, ihr macht euch euer eigenes Bild davon. Vielleicht wollt ihr es auch mit mir teilen? ;)

Stichwort: Gegenwart
Wörter: 649

Laut, dreckig, grau.
Laut, dreckig, grau.
Drei Worte, die eine Welt, eine Gesellschaft, beschreiben. Versteckt in kleinen Ecken - die Ausnahmen. Oftmals zu versteckt. Oftmals mit zu großer Angst, von anderen als Ausnahme erkannt zu werden.
Manchmal sind auch sie nur eine andere Nuance von Grau.
Meine Blicke schweifen, sehen eine Welt, die ihre Augen verschließt. Vor dem, was ist. Vor dem, was sein könnte. Vor all ihren Möglichkeiten, ihren Chancen.
Eine Welt, die nach vorn blickt, in die ferne Zukunft, statt zu schauen, was ihnen vor den gegenwärtigen Füßen liegt.

[52/52-Challenge] Die Geschichte vom Tod

Montag, 23. März 2015 | Kommentieren
Stichwort: Sonne
Wörter: 1200

Die Geschichte vom Tod

"Erzählst du mir die Geschichte vom Tod?" Stirnrunzelnd sieht er seine kleine Schwester an und sie schaut mit vor Aufregung glitzernden Augen zurück. "Aber nicht die, die alle immer erzählen. Ich möchte die richtige hören. Die von dem traurigen Jungen, der nicht mehr allein sein wollte."
Langsam nickt er. Er weiß ganz genau, welche Geschichte sie hören will. Er hat sie kurz erwähnt, nachdem ein Freund sie ihm erzählt hat. Eigentlich ist es gar keine Gute-Nacht-Geschichte und wären ihre Eltern an diesem Abend zuhause, würden sie es wahrscheinlich verbieten. Aber sie sind nicht zuhause und Emy ist kein kleines Kind mehr.
"Rutsch mal ein Stück."
Sie tut, was er ihr sagt, und er setzt sich zu ihr ins Bett. Seine Stimme ist ruhig, als er anfängt zu erzählen, und wie immer beginnt er, als sei es ein Märchen, obwohl es dieses Mal keines ist: "Es war einmal ein Junge, der lebte in einer sehr düsteren Welt..."

[52/52-Challenge] Vom Schreiben

Samstag, 21. März 2015 | Kommentieren
Heute gibt es mal einen Text, der wirklich aus meiner Perspektive kommt. Wünsche euch viel Spaß mit meinen beiden Musen!

Wörter: 1152
Stichwort: Vernunft

Vom Schreiben

Das weiße Blatt starrt mich an. Ich starre zurück. Kurz die Frage, wie ich beginnen soll, dann greife ich zum Stift und schreibe die ersten Worte. Sie fließen auf das Papier, ohne großes Zutun, ohne weiteres Grübeln. Aus den ersten Worten werden zehn, zwanzig, hundert. Eine erste Seite. Wie viele es noch werden, weiß ich nicht. Fragt später wieder.
Heute scheint das Plotbunny besonders lebhaft zu sein. Es ist nicht schwer, den Gedanken zu folgen und sie niederzuschreiben, Welten zu schaffen, Charaktere zum Leben zu erwecken.
Schließlich einige letzte Worte, der letzte Punkt. Die Seite ist fast komplett beschrieben, die Szene ist vollständig. Für einen Augenblick schweigt die Muse. Ich lehne mich zurück, atme durch und beginne zu lächeln.
Plotbunnies, Musen, KreaTIEFs... In meinem Freundeskreis brauche ich nur selten damit anzufangen. Zu häufig sind die befremdeten Blicke, das Stirnrunzeln und dieses unausgesprochene "Geht es dir auch wirklich gut?", wenn die Bunnies mal wieder hüpfen, das Tief nervt oder die Musen (schon wieder) Mist gebaut haben.

[52/52-Challenge] Lebensgeschichten

Donnerstag, 19. März 2015 | Kommentieren
Stichwort: Buch
Wörter: 978

Lebensgeschichten

Ich war schon in vielen Bibliotheken.
Ganz kleine verwinkelte in ebenso kleinen Städten. Große mit vielen Etagen und noch mehr meterhohen Regalen. Neue, gerade erst Eingerichtete und Alte mit antikem Flair.
Ich war in allgemeinen Bibliotheken in Städten und Dörfern. War in Schul- und Universitätsbibliotheken.
Ich war in solchen mit wenigen Büchern zu besonderen Schwerpunkten oder mit einer besonderen Geschichte. Und in solchen mit riesiger Auswahl, mit allem, was man sich von A bis Z, von Sachbuch bis Lyrik wünschen kann.
Ich kenne so viele Bibliotheken. Auf den Anblick, der sich mir bietet, konnte mich dennoch keine einzige vorbereiten.

Ein Blick zurück auf die LBM 2015

Sonntag, 15. März 2015 | Kommentieren
Zwei Tage voller Bücher, Verlage und Autoren liegen nun hinter mir. Die Füße schmerzen, aber angesichts der ganzen Eindrücke ist es fast schon ein guter Schmerz, in den sich ein wenig Wehmut mischt.
Zwei Tage sind so schnell vergangen. Viel zu schnell. Nur allzu gern hätte ich immer wieder die Zeit angehalten, um die Augenblicke noch mehr zu genießen. Gelungen ist es mir leider nicht und so bleibt all das Gehörte, Gesehene und überhaupt Erlebte nur in meinem Kopf und Herzen.

Was auf der Leipziger Buchmesse alles los war?

Nun, ich denke, es wird Zeit, einen kleinen Rückblick zu geben. Los ging alles an einem Freitagmorgen...

[52/52-Challenge] Aquario

Samstag, 14. März 2015 | 2 Kommentare
Heute gibt es mal eine "etwas" längere Szene ;)

Stichwort: Fisch
Wörter: 2469

Aquario

"Was glaubst du, wie erst die Besucher reagieren, wenn bekannt wird, dass wir dieses Tier hier haben? Die werden uns die Bude einrennen! Jetzt muss nur noch das neue Aquarium fertig werden. Die Pressefuzzies nerven schon eine ganze Weile mit ihren Fragen, was denn nun ins Becken kommt. Wenn die nur wüssten!"
"Hast du es schon gesehen?"
Rick nickte. "Vorhin ganz kurz, als sie den Käfig abgeladen haben. Aber das musst du selbst sehen. Ich dachte, ich traue meinen Augen nicht. Es ist unglaublich! Hoffentlich macht es uns keine Probleme. Ich meine, es ist wild und das Aquarium ist kein offenes Meer." Er schüttelte den Kopf. "Das ist einfach so toll... Ach, das hab ich dir ja noch gar nicht erzählt, Mina! Es ist ein Männchen. Definitiv. Dr. Anders hat die beiden Meeresbiologen, die es entdeckt haben, schon beauftragt, nach einem Weibchen Ausschau zu halten. Stell dir mal vor, wir könnten eine Zucht aufbauen!"

[52/52-Challenge] (Un)perfekt

Donnerstag, 12. März 2015 | Kommentieren
Stichwort: Luxus
Wörter: 866

(Un)perfekt

"Sasha, wo bleibst du schon wieder?"
"Verzeihung, Sir", murmelte er und stellte den Tee vor seinem Herrn ab, ehe er sich auf leisen Sohlen in die Ecke neben der Tür zurückzog. Wahrscheinlich würde er sich niemals an all das gewöhnen.
Mittlerweile waren es schon sieben Monate. Vor sieben Monaten war er noch bei seinen Eltern, in dem kleinen Dorf außerhalb der Mauern der Kronstadt. Vor sieben Monaten tauchten die Männer in weißen Anzügen auf und nahmen ihn mit. Ohne seine Einwilligung. Nur wegen seines Aussehens. Nur, weil jemand aus der Kronstadt einen Diener mit genau seinen äußerlichen Merkmalen gefordert hatte. Der Vater seines Herrn.
Seit sieben Monaten.
An sein neues Leben gewöhnt hatte er sich noch lange nicht. Zu viel war in der Kronstadt anders. Er seufzte beinahe lautlos. Was hieß eigentlich "zu viel"? Wollte er sich selbst belügen? Nichts war in der Kronstadt wie daheim bei seinen Eltern, abgesehen von so banalen Dingen wie dem Himmel über seinem Kopf, dem Boden unter seinen Füßen und dem Grundsatz, dass es um ihn herum lebende Menschen gab.

[Rezension] Mara Volkers: Die Tore der Geister

Montag, 9. März 2015 | Kommentieren
464 Seiten | Taschenbuch | Piper | Deutsch

Originalausgabe

Reihe: Einzelband

Erschienen: 1. Oktober 2011

ISBN: 978-3492268059
Preis: 12,95 €

[Nicht mehr auf der Verlagsseite gelistet.]

[52/52-Challenge] Geblieben

Montag, 9. März 2015 | Kommentieren
Stichwort: Ruhe
Wörter: 505

Geblieben

"5. Januar 2015"
Seit zwei Monaten hängt das Kalenderblatt unverändert an der Wand mitten in einem Wohnzimmer, das keines ist. Gegenüber steht ein alter verschlissener Fernsehsessel, der vermutlich noch nie einen Fernseher gesehen hat. Und auf eine der weiß getünchten Wände ist ein Fenster gemalt, das nie den Blick nach außen öffnen wird.
Seit zwei Monaten ist es still hier. Still und leer. All die Stimmen sind verhallt. Die der Nachbarn, die der Besucher, die der Kinder nebenan. Seine. Geblieben bin nur ich. Was mich hält, weiß ich nicht. All die anderen sind gegangen, vor Tagen, Wochen, Monaten.

[52/52-Challenge] Corvus

Samstag, 7. März 2015 | 2 Kommentare
Schreibtechnisch geht es im Moment recht gut voran, daher gibt es schon wieder eine neue Szene!

Stichwort: Feder
Wörter: 2109

Corvus

"Treten Sie ein! Trauen Sie sich! Nur herein spaziert in Morgard's Zauberwelt!"
Der Mann trägt einen schwarzen Frack, einen Zylinder und einen silbrig schimmernden Stab in einer Hand, der im Takt seiner übertriebenen Gesten herumwirbelt. Er steht mitten auf der Wiese und abgesehen von ein paar kleinen Lichtern aus dem Dorf und dem Funkeln der Sterne ist es finster.
"Ah, junge Lady, nur keine falsche Scheu! Tritt nur heran."
Unsicher weicht sie einige Schritte zurück. Woher der Mann plötzlich kommt, weiß sie nicht. Vielleicht ist er nur eine Erscheinung, die ihr müder Geist ihr vorgaukelt. Vielleicht liegt sie längst im Bett und schläft. Vielleicht träumt sie lediglich, im Garten hinter dem Haus zu stehen und einen merkwürdigen Mann vor ihr auf der weiten Wiese zu sehen.
Jetzt tritt er auf sie zu, streckt seine freie Hand einladend über den Zaun in ihre Richtung. "Keine Angst, junge Lady. Komm. Du kannst sehen, damit stehen dir die Pforten in Morgard's Zauberwelt offen."

[52/52-Challenge] Untitled

Mittwoch, 4. März 2015 | Kommentieren
Der Text dieses Mal ist etwas anders als die letzten. Sonst waren es zwar auch Szenen, aber letztendlich waren sie relativ abgeschlossen. Nicht so die Szene, die ich heute hab. Es ist mehr ein Ausschnitt, vielleicht von einem größeren Projekt, das ich noch nicht weiter kennen. Mal sehen :)

Wörter: 965
Stichwort: Feuer

Untitled

Ein Fuß vor den nächsten. Rechts. Links. Rechts. Links. Immer weiter. Nur nicht anhalten. Rechts. Links. Rechts. Links.
Ein plötzlicher Ruck am Seil lässt ihn vorwärts stolpern. Der Strick ist straff um seine Handgelenke geknotet. Zu straff. Anfangs haben seine Finger noch gekribbelt, doch mittlerweile wurde jedes andere Gefühl von Schmerz verdrängt. Jeder neue Ruck treibt das Seil tiefer in seine ohnehin schon wunde Haut. Und es werden mehr. Seine Kräfte neigen sich dem Ende zu. Er kann nicht mehr laufen. Will nicht mehr. Seine Füße tragen ihn kaum noch. Der sandige Boden bietet ihnen kaum Halt. Die Sonne brennt unbarmherzig vom Himmel. Seine Kehle ist ausgetrocknet, Wasser gibt es nur dreimal am Tag und nie genug, um seinen Durst wirklich stillen zu können.

Englische Fanfiktion

Montag, 2. März 2015 | Kommentieren
Hey ihr Lieben!
Ich bin momentan irgendwie auf dem Englischtrip. Da ich eine meiner aktuellen Lieblingsserien - The Tomorrow People - lieber auf Englisch als auf Deutsch schaue und mich eine (bisher noch nicht in Deutschland ausgestrahlte Folge) zu einer Fanfiktion inspiriert hat, wurde die FF kurzerhand auf Englisch geschrieben und ist damit meine allererste englische Geschichte.
Vorab: Ich garantiere auf keinen Fall für sprachliche Richtigkeit. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es einige Fehler gibt, hab die FF aber nach bestem Wissen geschrieben.

Wenn jemand Verbesserungsvorschläge hat, immer her damit!
Ich bin gespannt auf eure Meinungen!

Fandom: The Tomorrow People (2013)
Charaktere: Roger Jameson, Dr. Jedikiah Price, John Young
Perspektive: John
Einordnung: Episode 19 "Modus Vivendi"

The Last Time

"I was just thinking about the last time the three of us were together. I should've known better than to play paintball with you two."

[Rezension] Kim Harrison: Blutlied

Donnerstag, 19. Februar 2015 | Kommentieren
Endlich geht es wieder mit einer neuen Rezension weiter! Das heute wird erst einmal die letzte zur Rachel-Morgan-Reihe. Ich werde sie zwar demnächst weiterlesen, aber erst einmal muss ich mich um meinen SuB kümmern, der allmählich verdächtig hoch wird ;)


cover
Bildquelle: Bloggerportal
768 Seiten | Taschenbuch | Heyne | Deutsch

Original: For A Few Demons More
Übersetzer: Vanessa Lamatsch

Reihe:: Rachel Morgan #5

Erschienen:: 2. Juni 2009

ISBN: 978-3453524729
Preis: 14,00 €

Zur Leseprobe | Weitere Informationen beim Verlag

[52/52-Challenge] Gejagt

Sonntag, 15. Februar 2015 | Kommentieren
Mich hat mal wieder ein Plotbunny überfallen :)

Stichwort: Jäger
Wörter: 871

Gejagt

Laufen. Immer weiter. Fort. Immer ferner. Einfach laufen.
Das Herz rast, der Atem geht rasselnd. Kein Schritt mehr weiter. Taumelnd kommt er zum Stehen. Seine Beine brennen. Kein Schritt mehr, unmöglich. Seine Hand sucht Halt an einem der Bäume, greift ins Leere. Seine Knöchel schaben über die raue Rinde. Haut reißt auf, doch Schmerz spürt er nicht. Nicht mehr.
Erneuter Versuch, dieses Mal erwischt er den Stamm, taumelt zwei unbeholfen-winzige Schritte darauf zu und lässt sich mit dem Rücken dagegen sinken, als seine Beine drohen, endgültig nachzugeben.
Er muss weg. Weit weg.

Rückblick und Neuanfang

Donnerstag, 1. Januar 2015 | Kommentieren
Ich sehe zurück, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Einiges ist vorbei, anderes fängt gerade erst an und wieder anderes will ich einfach nur anhalten, festhalten, vielleicht auch rückgängig machen, damit es so wird wie früher.

Vor 365 Tagen machte ich mich hier, an dieser Stelle, auf, ein leeres Buch mit 365 weißen Seiten zu füllen. Heute stehe ich wieder hier, an eben derselben Stelle und doch gänzlich verändert, blicke zurück und denke, dass es doch an der Zeit ist, ein wenig in dem Buch zu blättern, das nicht länger leer ist.
Ein wenig zu lesen, zu schwelgen in Erinnerungen und zurückdenken an all das, was war.