[Rezension] Daniel Polansky: Der Herr der Unterstadt

Samstag, 27. Juni 2015 | 1 Kommentar

Daniel Polansky: Der Herr der Unterstadt

432 Seiten | Ebook | Piper | Deutsch

Original: Low Town - Straight Razor Cure
Übersetzer: Michael Koseler
Reihe: Low Town #1

Erschienen: 15. September 2014

ISBN: 978-3-492-98135-4
Preis: 4,99 €

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[Rezension] Kim Harrison: Blutsbande

Donnerstag, 18. Juni 2015 | Kommentieren
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Kim Harrison: Blutsbande

624 Seiten | Taschenbuch | Heyne | Deutsch

Original: A Perfect Blood
Übersetzer: Vanessa Lamatsch
Reihe: Rachel Morgan #10

Erschienen: 10. September 2012

ISBN: 978-3-453-52951-9
Preis: 14,99 €

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52/52-Challenge - Outtakes

Sonntag, 14. Juni 2015 | 2 Kommentare
Verschreiber kennt sicher jeder von euch, ebenso wie die gute alte Autokorrektur. So manches Mal kommen dadurch Textstellen zustande, die einem ein Grinsen ins Gesicht kleben. In der 52/52-Challenge hatte ich oftmals solche Momente und bei den letzten Szenen habe ich meine besten Verschreiber, die ich euch nicht vorenthalten will, gesammelt. Wünsche euch viel Spaß mit meinem kleinen Best Of!

52/52-Challenge - Ein Fazit

Freitag, 12. Juni 2015 | Kommentieren
Vor einem Jahr, am 6. Juni 2014, schrieb ich erstmals über die 52/52-Challenge und stellte sie euch vor. Fünf Tage später, am 11. Juni, schrieb ich meine erste Szene für die Challenge: Ein Tag im November zum Stichwort "Verlust". Genau 365 Tage sollte es dauern, bis schließlich die letzte Szene fertig ist: Proteste.
Zwischen diesen beiden Szenen liegen mehr als nur 50 weitere Stichworte. Es sind Höhen und Tiefen, zahllose Ideen, von denen ich noch lange nicht alle verarbeiten konnte, und sehr viele neue Erfahrungen. In diesem Post möchte ich auf die Challenge zurückblicken: Wie lief es? Von welchen Szenen gibt es vielleicht mehr zu lesen? Und...

[52/52-Challenge] Proteste

Mittwoch, 10. Juni 2015 | Kommentieren
Die letzte Szene ist geschafft!
In den nächsten Tagen werde ich noch ein kleines Fazit ziehen. Dann erfahrt ihr auch, aus welchen Szenen vielleicht mehr wird ;)


Stichwort: Wasser
Wörter: 593


Proteste

"Gebt uns endlich ordentliches Wasser!"
"Wer soll diese Preise zahlen?!"
"Meine Kinder sind durch das Dreckwasser in den Seen gestorben! Wie viele sollen denn noch ihr Leben verlieren?!"
Immer wieder erhoben sich klare Stimmen aus dem Gewirr von Rufen und Beschimpfungen. Sie schallten über den Platz vor dem Regierungsgebäude, auf dem sich mehrere hundert Menschen - Frauen, Männer, selbst Kinder - eingefunden hatten, um zu protestieren.
Sie forderten sauberes Wasser für alle. 
Seit mehreren Jahrzehnten war das Wasser in Flüssen, Seen und sogar das Salzwasser der Meere immer weiter verseucht worden - hauptsächlich durch die zahllosen Industriebauten - bis es ungenießbar geworden war. Es brachte Krankheiten mit sich. Wer es trank, konnte an den darin enthaltenden Bakterien in wenigen Stunden sterben. Zum Waschen taugte es noch, wenn es zuvor mühsam gefiltert und abgekocht wurde. Wer Trinkwasser wollte, musste es zu hohen Preisen kaufen. Nur die Regierung verfügte über die geeignete Technik, um das Wasser zu Trinkwasser aufzubereiten. Nur sie regelte den Preis, der in den Jahren immer weiter gestiegen war, während die Löhne kontinuierlich sanken.

[52/52-Challenge] Kleiner Schnüffler

Dienstag, 9. Juni 2015 | Kommentieren
Stichwort: Liebe
Wörter: 738


Kleiner Schnüffler

Ich beobachte dich schon eine ganze Weile über die Überwachungskamera. Ich kann mich einfach nicht dazu durchringen, zu dir nach unten zu gehen. Noch nicht. Ich weiß, dass ich dann wieder eine Rolle spielen muss; eine Maske tragen, die immer weniger zu mir passt. Zumindest, wenn ich in deiner Nähe bin. Normalerweise fällt es mir nicht schwer, vollkommen kalt und unberechenbar zu wirken. Ich hatte geglaubt, genau so zu sein. Bis du in mein Leben stolpertest und mir eine ganz neue Seite an mir selbst zeigtest. Eine Seite, die niemand sehen darf. Nicht einmal du. Sie würde dich endgültig ins Verderben reißen, wenn das nicht schon deine erste Begegnung mit mir getan hat.

[52/52-Challenge] Der Rat der Welt

Montag, 8. Juni 2015 | Kommentieren
Stichwort: Schlüssel
Wörter: 891

Der Rat der Welt

"Ein Mensch!" Er spuckte aus. "Seid ihr jetzt vollkommen bescheuert geworden?"
"Reyk, beruhige dich. Wir wussten doch-"
"... Ihr wollt einem minderwertigen Menschen eine so wichtige Aufgabe zuteil werden lassen? Begreift ihr überhaupt, was das für ein Wahnsinn ist?!" Aufgebracht schritt Reyk in dem kleinen Raum auf und ab. Er war groß; sein Kopf berührte beinahe die niedrige Decke. Durch seine schwarzen Haare und die schwarze Kleidung wirkte seine ohnehin blasse Haut nahezu totenbleich. Mit blutroten Augen funkelte er die anderen Anwesenden an. "Ein sterblicher, schwacher Mensch in den Diensten der Ewigkeit - merkt ihr nicht selbst, welcher Irrsinn dem anhaftet?!" Er ließ sich in seinen Sessel fallen und starrte nacheinander die anderen drei an.
Es war der Rat der Welt, der sich in diesem zwischen den Dimensionen gelegenen Raum zusammengefunden hatte. Neben Reyk, dem Herrn über Tod und Finsternis, waren auch Darlynn, die Herrin vom See, der Seher Tamu und Vilania, das wesengewordene Licht, erschienen. Sie waren vollständig zu diesem Treffen und doch waren sie es nicht. Erst vor kurzem hatten sie einen aus ihrer Reihe verloren: Yadek, den Wächter zwischen Himmel und Erde. Er war gefallen im Krieg gegen die Finsternis, der nicht einmal Reyk Einhalt gebieten konnte.
Tamu räusperte sich, was die Anspannung jedoch nur weiter zu steigern schien. "Ich begreife deine Sorge, Reyk, und ich teile sie gewiss. Doch ich kann nur sagen, was ich gesehen habe. Es war ein Mensch, der mir vor dem inneren Auge erschien. Er wird Yadeks Platz einnehmen und der neue Wächter sein."

[52/52-Challenge] Gestohlen

Sonntag, 7. Juni 2015 | Kommentieren
Stichwort: Symbol
Wörter: 692


Gestohlen

"Das war mittlerweile der dritte Raubüberfall, bei dem dieses verdammte Zeichen hinterlassen wurde. Irgendwelche Neuigkeiten zu seiner Bedeutung?"
"Nichts, Sir. Es entstammt, soweit wir bisher herausfinden konnten, keiner bekannten Sprache."
"Das habe ich geahnt... Gibt es sonstige Hinweise?" 
Der Polizist nickte. "Einige Sequenzen der zerstörten Videoaufnahmen von der Überwachungskamera konnten rekonstruiert werden. Sie werden derzeit gesichtet. Es sollte bald feststehen, ob sie uns weiterhelfen."
"Gut. Halten Sie mich auf dem Laufenden." Der Polizist entfernte sich. Er blieb allein zurück und ließ sich hinter seinem Schreibtisch auf den Stuhl sinken. Sie hatten es mit einer Bande zu tun - wenigstens das hatten sie herausfinden können. Mittlerweile sprachen sie auch von einer Einbruchserie, auch wenn lediglich das Vorgehen die Fälle verband: Das Signal der Kameras wurde gestört und in eine Endlosschleife gelegt, sobald sie sich Zugang zum jeweiligen Geschäft verschafft hatten. Geld ließen sie generell unangetastet. Auch Technik oder Gold ließen sie liegen. Nachdem sie das Geschäft wieder verlassen hatten, lösten sie von außen die Endlosschleife der Kamera, die weiterlief, als wäre nichts passiert. Bis auf ein paar winzige Kratzer am Schloss gab es keine sonstigen Einbruchsspuren.

[52/52-Challenge] Virus

Samstag, 6. Juni 2015 | Kommentieren
Stichwort: Katze
Wörter: 906


Virus

"Was können Sie mir sagen, Professor?"
Der Mann im weißen Kittel richtete sich hinter seinem Schreibtisch auf und musterte mich durch seine kleine Brille. "Ah, Mr. Sawyer, richtig... Nun, es handelt sich definitiv um einen Virus. Wir konnten allerdings noch nicht herausfinden, was die exakten Folgen einer Infektion sind." Er erhob sich. "Kommen Sie, ich will Ihnen etwas zeigen."
Er trat an mir vorbei, führte mich aus seinem Büro heraus und zu den Laboren. Zwei Assistenten waren gerade dabei, Proben zu präparieren und sie unter elektronischen Mikroskopen zu untersuchen. Der modernen Laboreinrichtung widmete ich nur einen kurzen Blick. Ich war oft genug hiergewesen, um sie nahezu auswendig zu kennen, obwohl ich niemals hier gearbeitet hatte.
Wir blieben vor einer Reihe Bildschirmen stehen, auf denen gerade die Ergebnisse diverser Analysen eingeblendet wurden. Der Professor gab einige Befehle über die Tastatur ein, dann öffnete sich die Live-Übertragung mehrerer Überwachungskameras in den einzelnen Zimmern der Isolationsstation. Zwei Zimmer waren leer, in den anderen fünf war jeweils ein Patient untergebracht.

[52/52-Challenge] Brüder

Donnerstag, 4. Juni 2015 | Kommentieren
Stichwort: Maus
Wörter: 735


Brüder

"Hattest du etwa Schiss vor dem Kerl?" Lachen.
Ich ging gerade die Treppe nach unten, als die Stimmen vor der Haustür deutlicher wurden. Seit wann brachte Markus Freunde mit nach Hause? Ich dachte, mit den Idioten träfe er sich nur in der Stadt oder, wenn sie denn mal da waren, in der Schule...
Markus und ich waren Stiefbrüder. Seine Mutter und mein Vater hatten vor knapp zwei Jahren geheiratet, anschließend waren er und seine Mutter bei uns im Haus eingezogen. Verstanden hatten wir beide uns von Anfang an nicht besonders gut, aber seitdem wir in einem Haus lebten, war es wirklich schlimm. Wenn wir uns nicht ignorierten, stritten wir uns. Vor ein paar Tagen hatte Markus meinen Schulaufsatz angezündet, an dem ich vier Tage lang gesessen hatte und den ich am nächsten Tag abgeben musste. Angeblich war ihm langweilig gewesen, aber nach dem boshaften Ausdruck in seinen Augen hatte er mich einfach nur ärgern wollen. Glücklicherweise hatte ich mir Notizen gemacht und konnte den Aufsatz noch einmal neu schreiben, auch wenn dafür fast meine gesamte Nacht draufgegangen war.

[Rezension] Jessica Warman: Manche Mädchen müssen sterben

Donnerstag, 4. Juni 2015 | 2 Kommentare
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Jessica Warman: Manche Mädchen müssen sterben

416 Seiten | Ebook | Penhaligon | Deutsch

Original: Between
Übersetzer: Andreas Kasprzak
Reihe: Einzelband

Erschienen: 09. Januar 2012

ISBN: 978-3764530693
Preis: 11,99 €

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[52/52-Challenge] Wandel

Montag, 1. Juni 2015 | Kommentieren
Stichwort: Vergangenheit
Wörter: 1146


Wandel

Ich liege auf der Wiese im Park - kurzes saftig grünes Gras mit vereinzelten Gänseblümchen. Über mir scheint die Sonne vom blauen Himmel mit den kleinen Schäfchenwolken. Es ist angenehm warm, eine leichte Brise weht - später Frühling. Meine Schultasche steht neben mir. Eigentlich sollte ich bereits mit den Hausausfgaben begonnen haben, aber im Moment will ich einfach nur in der Sonne entspannen und vor mich hin träumen. Vögel zwitschern, ab und an bellt ein Hund. Unter den Schuhen von Joggern und Spaziergängern knirschen die Steinchen auf dem Gehweh.
Ich stütze mich auf meine Ellenbogen und sehe mich um. Neben mir ragen ein paar Ahornbäume auf, deren Schatten mich nicht berührt. Ein kleiner Hund schnüffelt an mir vorbei und rennt mit seinem Ball zurück zu seinem Besitzer. Entfernt, auf der Wiese mit dem aufgemalten Fußballfeld, spielen Kinder.
Es ist friedlich und nahezu traumhaft schön. Der Park ist mein absoluter Lieblingsort, egal zu welcher Jahreszeit.
Mit einem Mal ist dieser Gedanke wieder da.
Ich hatte ihn abgeschüttelt, wenigstens für ein paar Minuten. Nun drängt er sich wieder in mein Bewusstsein und schreit laut: "Illusion! Illusion!"