[FaWeWo] Nieder mit Magier und Vampir?!

Sonntag, 24. September 2017 | 5 Kommentare
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Eine Woche in der weiten Welt der Fabelwesen neigt sich dem Ende zu. Zeit, sie Gedanken um ein Fazit zu machen.

Was ist es nun, das wir aus dieser Woche mitnehmen können? 

Sollen wir auf Standardfantasywesen und gehypte Gestalten verzichten und Vampir, Werwolf, Magier und Co. den Rücken kehren? Sollen wir uns nur noch auf weniger bekannte, seltener vorkommende Fabelwesen und Eigenkreationen konzentrieren und alles andere links liegen lassen?

Sind wir dann nicht bald wieder genau hier, an diesem Punkt?

Nun ja, eigentlich schon, nur mit einem kleinen Unterschied: Dann sind es nicht all die Wesen und viele mehr, die ich euch in den vergangenen Tagen vorgestellt habe, die wir häufiger sehen wollen. Dann sind es wieder die, die wir jetzt als Standard betrachten. Kappa, Leviathan, Roch und all die anderen dagegen werden uns auf die Nerven gehen. Verkehrte Welt - und ganz sicher nicht der Weisheit letzter Schluss.

Was erhoffe ich mir von der Fantasyliteratur?

Knapp in einem Wort zusammengefasst: Diversität.
Immer nur von den gleichen Wesen zu lesen, wird auf Dauer langweilig, egal wie vielfältig sie in ihrem Charakter und ihren Rollen in der jeweiligen Handlung sein mögen. Da hilft es meiner Meinung nach auch nicht, dass die Wesen von Autor zu Autor leicht verändert werden. Das Grundgerüst bleibt schließlich trotzdem bestehen.

Ich wünsche mir eine größere Bandbreite von Fabelwesen in der modernen Fantasyliteratur.
Ich wünsche mir, dass auch nicht menschlich aussehende Fabelwesen eine Chance bekommen, als Haupt- und Nebenfiguren.
Ich wünsche mir vor allem in der Jugendfantasy, dass als Protagonisten eingesetzte Fabelwesen nicht mehr nur noch nach ihrer Sexyness und ihrem "Badboy-Potential" ausgewählt werden.

Mir ist klar, dass vieles vom tatsächlichen Inhalt der Geschichten abhängt. In manche Geschichten passen nur Vampire, Werwölfe und Magier. In anderen dagegen dürfen auch andere eine Chance haben.

Ich wünsche mir daher auch - von Autoren und Lesern gleichermaßen - dass sie weniger bekannten Fabelwesen eine Chance geben.

Diversität ist mittlerweile in so vielen Bereichen unseres Lebens ein Schlagwort. Ethnische, soziale, kulturelle, sexuelle Diversität wünschen und fordern wir im realen Leben. Warum also nicht auch in der Literatur? Warum nicht in der Fantasy-Literatur und noch genauer in der Vielfalt der Fabelwesen im Speziellen?

Im Gespräch

Damit möchte ich die erste Mottowoche auf Pergamentfalter, die Fabelwesenwoche, abschließen.

Wie steht ihr zum gesamten Thema "Fabelwesen in der Fantasyliteratur"?
Seid ihr mit dem, was ihr aktuell auf dem Markt findet, zufrieden oder könnte es für euch auch stärker variieren? Hat die Fabelwesenwoche vielleicht sogar etwas an eurer Meinung verändert oder euch eine neue Perspektive verschaffen können?

Gern könnt ihr mir auch ganz allgemein eure Meinung zur Woche dalassen. Sollte es so etwas in der Zukunft mal wieder zu einem anderen Thema geben?

5 Kommentare

  1. Das erinnert mich an Krimis.
    Irgendwann hat man das Gefühl alles zu kennen und möchte nicht mehr den Kommissar, der raucht, trinkt, geschieden ist und Probleme macht.
    Auch fremde - normale - Gattungen sind gern gesehene Gäste!
    Ich les wenig Fantasie, bevorzuge aber wenn den Einschlag ins Horror/Gruselgenre. Daher komm ich z.B. mit der "Sexyness" zum Glück ! nicht so oft in Kontakt :P

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    1. Ich werd das Gefühl nicht los, dass es solche "Phänomene" in vielen Genres gibt. Bei Krimis lese solche traditonellen Kommissargeschichten schon nur noch selten, weil es mich nervt ;-)

      Haha, du Glückliche! Aber wer weiß, vielleicht kommt das ja noch ;D (wir hoffen mal nicht, das könnte sonst wirklich komisch werden ...)

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    2. Ich hoffe auch, dass mich mein Glück nicht verlässt und nicht plötzlich sexy Albae vor mir stehen und ihre Muskeln zeigen wollen :P

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  2. Du hast recht.

    Gerade im Fantasybereich gibt es so viele verschiedene Wesen, die alle nur darauf warten entdeckt, oder auch wiederentdeckt zu werden.

    Doch vielleicht liegt das Problem auch daran, dass gerade die Bücher mit Sexynessfactor gehyped werden? Vielleicht gibt es diese Bücher längst, die sich um die weniger bekannten Fabelwesen drehen.

    Ich werde mich die nächste Zeit ein wenig besser umsehen. Nicht nur an der Oberfläche kratzen, sondern eben mal etwas tiefer in der Welt der Fantasie schmöckern.

    Alles liebe
    Kani

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    1. Hallo Kani,
      ich denke schon, dass es diese Bücher gibt. Kann mir einfach nicht vorstellen, dass dem nicht so ist. Nur sind sie leider nicht so präsent wie die anderen.
      Der Sexynessfaktor hat im Jugendbereich garantiert sehr stark damit zu tun.

      Liebe Grüße
      Sarah

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