[Rezension] J. R. R. Tolkien: Briefe vom Weihnachtsmann

Mittwoch, 6. Dezember 2017 | 2 Kommentare
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Bildquelle: Klett-Cotta
192 Seiten | Taschenbuch | Klett-Cotta | Deutsch

Original: Letters from Father Christmas
Übersetzer: Anja Hegemann, Hannes Riffel

Reihe:: Einzelband

Erschienen: 15. Oktober 2016

ISBN: 978-3-608-96036-5

Weitere Informationen beim Verlag

Zauberhaft andere Weihnachtsgeschichten

Wir sind mitten in der (Vor-)Weihnachtszeit - höchste Zeit also, um die Weihnachtsbücher wieder herauszuholen. Dieses Buch habe ich im letzten Jahr in einem Adventskalender gewonnen. Nachdem ich 2016 nicht mehr dazu kam, es zu lesen, war es nun das erste Buch, das in mir auch literarisch Weihnachtsgefühle wecken konnte.

Briefe vom Weihnachtsmann

Wer hat als Kind nicht einmal davon geträumt zu erfahren, was der Weihnachtsmann so treibt, wenn er nicht gerade mit seinem Schlitten durch die Welt fliegt und Geschenke verteilt?
Die Kinder von J. R. R. Tolkien erhielten genau darauf eine Antwort. Zwischen 1920 und 1943 bekamen die Vier jedes Jahr Post vom Nordpol, die ihnen vom fantastischen Leben des Weihnachtsmannes und seiner Freunde berichtete.

Aus dem Leben des Weihnachtsmannes

Die "Briefe vom Weihnachtsmann" aus der Feder von J. R. R. Tolkien sind ein wahres Weihnachtserlebnis! Die Briefe sind mal kurz und mal lang, mal humorvoll und mal berührend. Und sie erzählen endlich einmal andere Geschichten vom Nordpol, die man nicht schon hundertmal so oder so ähnlich gehört hat!
Zu Beginn drehen sich die Briefe dabei fast ausschließlich um den Weihnachtsmann selbst und seinen treuen Freund und Helfer, den Polarbären. Im Laufe der Zeit kommen dann auch Schnee-Elben und Rote Wichtel, die Neffen des Polarbären, Höhlenbären und garstige Kobolde dazu.
Insgesamt erzählt Tolkien in den Briefen wundervolle (Vor-)Weihnachtsgeschichten, die gleich in doppelter Hinsicht persönlich und individuell sind: Zum Einen berichten sie aus dem geheimen Leben des Weihnachtsmannes. Zum Anderen richten sie sich direkt an Tolkiens Kinder und zwischen den Zeilen lässt sich immer mal wieder etwas aus ihrem (Familien-) Leben und über die Zeit, in der sie leben, herauslesen.

Der Zauber der Briefe

Die Briefe sind jedoch nicht nur inhaltlich ein wahrer Lesegenuss. Hinzu kommt die wundervolle, farbige Gestaltung. Das Buch enthält - zum Teil seitenfüllende - Abbildungen der originalen Briefe - inklusive Nordpol-Briefmarken!
Sie zeigen die zittrige Handschrift des Weihnachtsmannes, die ungelenk geschriebenen, fehlerbehaften Worte des Polarbären und die zarten Buchstaben des Elben Ilbereth. Daneben finden sich zauberhafte Zeichnungen, die die Geschichten des Weihnachtsmannes illustrieren. Sie brachten mich beinahe noch häufiger zum Schmunzeln als die Geschichten selbst.

FAZIT

Wundervoll-fantastische Geschichten vom Nordpol und zauberhafte Illustrationen: Dieses Buch ist ein wahres Weihnachts(buch)erlebnis! "Briefe vom Weihnachtsmann" transportiert mit jedem Detail der originalen und übersetzten Briefe den Weihnachtszauber und verbindet ihn auf schöne Weise mit kleinen Einblicken in das Leben der Familie Tolkien.

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2 Kommentare

  1. Huhu :)
    Kann ich genauso unterschreiben! Es ist einfach das perfekte Buch für die Weihnachtszeit und die liebevolle Gestaltung kann einen nur vom Hocker hauen! Defintiv eine Idee, die ich eventuell für meine zukünftigen Kinder klauen werde - allerdings mit dem Christkind als Absender. Und ohne Zeichnungen, da ich dahingehend bei weitem nicht so begabt bin :D

    Alles Liebe,
    Smarty :)

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    1. Hey Smarty,
      danke dir für deinen Kommentar!
      Haha, dann haben wir die gleiche Idee. Ich würde so was auch gerne, wenn ich es zeitlich irgendwie schaffe, später für meine Kinder machen. ;-)

      LG Sarah

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